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Abzocker ohne Rückgrat

Von: Sacha Beuth

15. November 2022

Einst war die Credit Suisse (vor allem unter ihrem alten Namen SKA) ein Unternehmen, zu dem man aufschaute. Erfolgreich und von Personen geführt, die nebst dem Wohl der in Zürich domizilierten Firma und der Aktionäre – wenigstens einigermassen – auch am Wohl der Kundschaft und der Mitarbeitenden interessiert waren. Doch schon seit einiger Zeit ist bei der CS der Wurm drin. Und die Ursache dafür braucht man nicht bei den kleinen Angestellten zu suchen. Und auch nicht (nur) auf die Wirtschaftslage zu schieben.

Schuld an der Misere mit Bussen von mehreren Milliarden, riskanten Investmentgeschäften, Beschattungsaffäre und Aktientalfahrt ist das oberste Kader bezie­hungsweise die Geschäftsführung. Nur will von diesen Heuschrecken-­Managern keiner die Verantwortung übernehmen. Im Gegenteil. Man lässt sich noch kaltlächelnd Boni in Millionenhöhe auszahlen, derweil die Bank mit Geld von Scheichs aus Katar (ausgerechnet!) am Leben erhalten wird.

Das Schlimmste daran ist, dass CS-Geschäftsleitung, -Verwaltungsrat und -Grossaktionäre offenbar nichts daraus lernen (oder lernen wollen). Die hohen Boni für die Abzocker ohne Rückgrat sollen auch künftig bestehen bleiben. Dafür werden zur Sanierung des Unternehmens tausende hart arbeitende CS-Mitarbeitenden auf die Strasse gestellt.

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