mobile Navigation

Album

Das «böse» Salz

Von: Sacha Beuth

23. August 2019

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit sorgt sich wieder einmal um die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung. Nach dem «bösen» Zucker ist dieses Mal das offenbar nicht minder «böse» Salz an der Reihe. Genauer der Salzgehalt im Brot. Der wurde in den letzten Jahren bereits auf 1,46 Gramm pro 100 Gramm Brot gesenkt, nun wird als Zielwert 1,2 Gramm anvisiert.Damit könne, so der Bund, die gegenwärtige Tagesmenge von 9 Gramm Salz pro Kopf und somit das Herzinfarkt-Risiko deutlich reduziert werden.

Die Absicht in Ehren. Zielführend ist sie nicht. Bäcker warnen davor, dass das Brot bei einem derart geringen Salzgehalt fad schmecke und der Konsument dann eben zu Hause nachsalzt oder sein Brot mit höherem Salzgehalt selber bäckt. Einige Experten befürchten gar, dass die dauernde Sorge, sich ja gesund zu ernähren, zu Esstörungen führen könnte. Gemäss einer kanadischen Studie sind zudem 12 Gramm Salz pro Tag und Kopf gesundheitlich immer noch unbedenklich. Kommt hinzu, dass der menschliche Körper im Gegensatz etwa zu Nikotin und Teer Salz braucht.
Und zu guter Letzt ist da noch die Frage, ob der Staat mir vorzuschreiben hat, was und wieviel ich essen darf. Hier lautet meine Antwort ganz klar: Nein.

zurück zu Album

Artikel bewerten

Gefällt mir 1 ·  
Noch nicht bewertet.

Leserkommentare

Adrian Fluehmann - Was gibt es besseres als ein gutes Brot? Aber bereits heute schmeckt das meiste Brot so, als ob man ein Stück Karton kauen würde. Es ist mir ein Rätsel, weshalb ich mir von Bundesrat Berset vorschreiben lassen muss, was ich esse. Leider nützt aller Widerstand
mehr anzeigen ...

Vor 3 Wochen 13 Stunden  · 
Noch nicht bewertet.