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Eine halbgare Lösung

Von: Christian Saggese

16. Juli 2019

Klartext

«Ich mache nichts Illegales und werde trotzdem wie ein Verbrecher behandelt!», meinte kürzlich einer zu mir. Er sprach über das neue Rauchverbot an den Bahnhöfen, welches in den nächsten Wochen auch bei allen Zürcher Stationen eingeführt wird. Nach den Zügen und Bars ist dies also eine weitere Einschränkung für uns Raucher. Bisher habe ich jede Massnahme unterstützt, um die Gesundheit meiner Mitmenschen besser zu schützen. Nun muss ich meinen verärgerten Suchtgenossen aber doch langsam recht geben.

Allerdings klingt «Nichtraucher­bahnhof» schlimmer, als es sein wird. Es darf schliesslich sogar noch auf den Perrons geraucht werden, auch wenn man einige Schritte mehr laufen muss. Letztlich ist es für mich auch eher ein Publicity-Gag als eine wirksame Präventionsmassnahme. Die Giftstoffe verteilen sich weiter in der Luft. Die SBB selbst argumentieren mit dem Litteringproblem. Aber haben weniger Entsorgungsstellen jemals geholfen, dieses Problem zu lösen? Kaum. Der Müll verteilt sich neu anders, landet nun eben vor dem Bahnhof auf dem öffentlichen Grund.

Ein zweites oft genanntes Argument der Nichtraucher ist der Gestank: Verständlich. Allerdings bitte ich als Raucher nun auch um Gleichberechtigung, und zwar, dass sich alle Pendler morgens duschen oder nicht in ihre Parfümflasche fallen, um allen eine angenehme Fahrt zu ermöglichen. Danke.

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Leserkommentare

F. Huber - Klartext : Als Raucher kann ich mit den Verboten umgehen und akzeptiere es aber wenn hört endlich die Esserei auf kurz Strecken im öffentlich Verkehr auf dieser Gestank von Pommes, Kebab usw. und die Sauerei auf den Sitzplätzen sollte endlich Verboten werden.

Vor 10 Monaten 1 Woche  · 
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