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Auf dem Haus links an der Südstrasse 85 soll neben den Sirenen jetzt noch eine Mobilfunkantenne errichtet werden. Bild: Screenshot/Street View

Kampf gegen den hässlichen Blickfang

Von: Marina Albasini

27. Oktober 2015

Aus den Quartieren: Diese Woche aus Riesbach. Eine geplante Mobilfunkantenne sorgt dort für Unmut.

Salt Mobile beantragte bei der Bausektion des Stadtrates die Bewilligung für den Bau einer Mobilfunkantenne auf dem Dach eines Hauses an der Südstrasse  85, im alten, wenig dicht besiedelten Weiler Wonneberg. Vom Quartierverein Riesbach, vom Zürcher und vom Schweizer Heimatschutz ist der Bauentscheid eingefordert worden, ebenso von 50 Anwohnern. Die Baubehörde hat die Bewilligung mit etlichen Auflagen am 17. Juni erteilt. Daraufhin haben sich 32 Rekursberechtigte zusammengeschlossen, die Riesbacher Wonneberg-Gruppe gegründet und mit Rechtsanwalt Konrad Willi Rekurs beim Baurekursgericht des Kantons Zürich eingereicht. Gelegenheit zu Vernehmlassungen war gegeben, und nun sind die Parteien vom Rekursgericht zum Augenschein vor Ort eingeladen. Die rekurrierende Gruppe vertraut den Elektrosmog-Messungen von Salt und argumentiert vor allem in Richtung «Rettung des Ensembles». Dabei bezieht sich die Riesbacher Wonneberg-Gruppe auf den jahrzehntelangen Einsatz zusammen mit verschiedenen Vereinen zur Erhaltung der historisch gewachsenen Siedlungsstrukturen des Weilers Wonneberg am Fusse des Rebberges.  Man erinnert sich an die Volksinitiativen  «Rettet den Burghölzlihügel» 1981 und «Rettet die Kulturlandschaft Burghölzli» 1989. In den folgenden Jahren musste immer wieder ein Auge auf irgendwelche Projekte geworfen werden.

Von Grün Stadt Zürich, in Zusammenarbeit mit dem WWF, konnte eben jetzt der lang geplante Weg durch den Burghölzliwald realisiert werden. Die Aussicht vom Waldrand aus ist einmalig. Der Blick schweift vom Rebberg über Wiesen zu den sechs Künstlerateliers (in den 1950er-Jahren gegründet und vom Stadtrat unterstützt), die sich im Weiler ­Wonneberg um den Nebelbach gruppieren. Daneben steht das zu hohe Haus zum Schweizerdegen, auf welchem neben der Sirene künftig auch noch die überdimensionierte Mobilfunkantennen-Anlage prangen soll. Der hässliche Blickfang ist vorprogrammiert.

Am 10. November um 13.30 Uhr  wird sich die betroffene Nach­barschaft mit den Rekurrierenden, den Anwälten, der Bausek­tion und allen weiteren am Thema Interessierten vor Ort einfinden.

 

 

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Leserkommentare

Argus Mülhaus - Schön, dass die Rekurrenten alle auf den Handygebrauch verzichten... Ob nun neben den Sirenen auch noch eine Handyantenne aus dem Dach ragt, ist doch wirklich nicht entscheidend. Die Wortwahl im Artikel ("überdimensionierte Mobilfunkantenne", "hässlicher
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Vor 4 Jahren 6 Monaten  · 
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