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Klartext: Selbstgefälligkeit

Von: Jan Strobel, Redaktor

01. November 2016

Aus dem Schatten heraus, hinterrücks greifen sich zügellose, dunkle Kräfte eine Bastion für den Fortbestand unserer Gesellschaft. Im Visier haben sie nichts weniger als die Institution der Ehe. So sieht es die Eidgenössisch Demokatische Union (EDU), über deren kantonale Volksinitiative «Schutz der Ehe» die Zürcher Stimmbevölkerung am 27. November entscheidet.

In moralischer Selbstgefälligkeit orten die Initianten besonders in den Homosexuellen eine Art Fünfte Kolonne, welche die Ehe und mit ihr die Gesellschaft unterwandern würden. Polemisch könnte man angesichts dessen von Paranoia sprechen. Erschütternd ist die Ignoranz gegenüber den gesellschaftlichen Realitäten. Studien legen nahe: Die Ehe wird heute vorwiegend nicht mehr als «Stütze der Gesellschaft» gesehen, sondern vielmehr zur Absicherung einer Liebe geschlossen. Doch nichts gaukelt so viel Sicherheit vor wie die Liebe – das zeigt die derzeitige Scheidungsrate von 40 Prozent. Im Vergleich dazu scheinen gleichgeschlechtliche Paare den Liebesbund ernster zu nehmen: 25 Prozent der eingetragenen Partnerschaften wurden in der Schweiz aufgelöst. Die EDU sollte sich also dringend für die Homo-Ehe einsetzen.

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