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Album

Sacha Beuth, Redaktor. Bild: AB

Wehe, wenn sie wieder losgelassen

Von: Sacha Beuth

04. Oktober 2016

Klartext.

Im Getöse um AHV plus, Grüne Wirtschaft, Nachrichtendienstgesetz und Eishockeystadion ging ein Punkt auf der Politagenda der letzten Wochen beinahe unter: die Abschaffung des Hundekursobligatoriums. Angeblich hätten die Pflichtlektionen keine Verbesserung der Situation (u. a. weniger Bisse durch Hunde) gebracht und ausserdem 20 Prozent der Hundebesitzer den Kurs ohnehin nicht besucht. Zu Ersterem ist zu sagen, dass nebst den Kursleitern (siehe Seite 45) etwa auch Tierärzte durchaus eine Verbesserung im Verhalten der Hunde und im Umgang von Herrchen und Frauchen mit diesen feststellen konnten. Zum anderen ist die Argumentation mit den 20 Prozent Kursverweigerern geradezu hanebüchen. Oder brauchen wir jetzt auch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen mehr, nur weil sich ein Teil der Autofahrer nicht daran hält? Über Art und Inhalt der Hundekurse lässt sich durchaus streiten. Doch nun wieder unausgebildete und überforderte Besitzer und deren Hunde auf die Allgemeinheit loszulassen, ist keine gute Lösung. Und spätestens beim nächsten tödlichen Bissunfall wird man wieder darüber diskutieren.

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Leserkommentare

Vinz Gro - Hat Herr Beuth schon mal etwas von erwachsenen, mündigen Leuten gehört, die aus Eigenverantwortung und Vernunft das Richtige tun und nicht bevormundet werden müssen ?
Sollen 9 in den Kindergarten eingewiesen werden, wenn der 10. es nötig hat ?
Warum besteht
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Vor 3 Jahren 7 Monaten  · 
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