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Gegessen

Palestine Grill

Von: Isabella Seemann

26. September 2013

Take Away:1 Falafel, 1 Sabich, 1 Hummus-Becher

Getränke: 2 Limonaden

Rechnung:35 Franken (2 Personen)

Bewertung: Falafel sind in Zürich kein knappes Gut. Wer also steht schon Schlange dafür? Unglaublich viele Hipsters an der Langstrasse. Das Palestine Grill zieht sie an wie die Steilküste die Lemminge. Aber warum tun sie das? Die sozialen Medien, so hört man. Sie posten «Palestine Grill isch dä Hammer», sie twittern «Geiles Zeug» und googeln «beste Falafel von Zürich» – schon entstehen Missverständnisse. Nach 25 Minuten halten wir mit klopfendem Herzen den Fastfood in Händen. Ist das nun tatsächlich der beste Falafel diesseits der Alpen? Er schmeckt genauso wie beim Libanesen bei mir um die Ecke, dessen Adresse ich auf keinen Fall verraten werde. Leicht nussig, aussen knusprig und innen saftig. Nur in einem Detail unterscheidet sich der Palestine-Grill-Falafel tatsächlich von den anderen: Den pürierten Kichererbsen sind Peterli und Koriander beigemischt, die fritierten Bällchen sind innen grün. Ein guter Hummus soll glücklich und süchtig machen. Der Hummus im Palestine Grill sieht sehr appetitlich aus, ist aber enttäuschend fade. Unvergleichlich in Zürich ist hingegen der Sabich. Dieses beliebteste israelische Streetfood gibt es ausserhalb Israels selten. Das von irakischen Juden erfundene Rezept ist einfach und dennoch eine Kunst, die wenige meistern: Ein Pitabrot wird gefüllt mit Auberginen, harten Eiern, Kartoffeln, Essiggurken und Hummus, dazu die Mango-Sauce Amba. Allzu profan und pampig ist der Sabich vom Palestine Grill. Es wäre ihm mehr Konkurrenz in Zürich zu wünschen. Denn ein Sabich muss schmecken, wie wenn einem der Koch eine Brottasche voller Liebe überreicht.

Palestine Grill
Langstrasse 92
Tel.077 936 53 04

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Leserkommentare

hans rey - zu teuer das essen dort gib besser imbisse in zürich

Vor 6 Jahren 1 Monat  · 
Noch nicht bewertet.