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Gut zu wissen

US-Fliegerass mit Schweizer Vorfahren: Captain Edward Vernon Rickenbacker, der 1973 in Zürich einer Lungenentzündung erlag. Bild: PD

Edward Rickenbacker

Von: Sacha Beuth

23. Juli 2013

Der einstige US-Jagdflieger und Airline-Präsident verbrachte seine letzten Tage in Zürich.

Dem einen oder anderen Touristen, der vom Flughafen Miami nach Key Biscayne gefahren ist, wird der Name des Viadukts aufgefallen sein, der das Festland mit der Insel verbindet: Rickenbacker Causeway. Ist das nicht ein Schweizer Name? In der Tat: Edward Vernon Rickenbacker, US-Kriegsheld, Rennfahrer und Unternehmer, stammt von der Einwandererfamilie Rickenbacher aus Zeglingen BL ab. Als drittes von acht Kindern kam er am 8. Oktober 1890 in Columbus, Ohio, zur Welt. Während des Ersten Weltkriegs und wegen der antideutschen Stimmung beschloss er jedoch, seinen Familiennamen auf Rickenbacker zu ändern.

Seine Vita ist beispielhaft für den amerikanischen Traum. Nach dem frühen Tod seines Vaters muss Edward mit 14 Jahren für seine Familie aufkommen und arbeitet als Automechaniker. 1910 wird er Test- und später Rennfahrer. Im Ersten Weltkrieg dient er zuerst als Fahrer, nützt zugleich aber die Möglichkeit, Flugstunden zu nehmen und wird darauf als Kampfpilot eingesetzt. Bis zum Ende des Krieges verzeichnet er 26 Luftsiege, was ihn zum erfolgreichsten US-Jagdflieger des Ersten Weltkriegs macht. Nach dem Krieg gründet er eine Automobilfirma, erwirbt 1927 den Indianapolis Motor Speedway und wird 1938 Präsident von Eastern Airlines. Er überlebt 1941 einen Flugzeugabsturz bei Atlanta und 1942 – nach einer Notwasserung – eine 24-tägige Odyssee auf dem Pazifik.

Auf der Suche nach medizinischer Behandlung für seine Frau reist Rickenbacker 1973 nach Zürich, wo er an einer Lungenentzündung erkrankt, an deren Folgen er am 23. Juli 1973 vor Ort stirbt. Sein Leichnam wird in die USA überführt.

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