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Gut zu wissen

Waren früher ein wichtiges «Hilfsmittel» der Hausfrau zum Wäsche waschen: Waschbrett. Bild: wikipedia

Kraftakt für saubere Wäsche

Von: Sacha Beuth

22. Oktober 2019

In der Serie «Nostalgische Fundstücke» stellt das «Tagblatt» Objekte, Unternehmen oder Berufe vor, die früher eine markante Rolle im Leben der Stadt und ihrer Bürger spielten, nun aber zum Leidwesen vieler verschwunden sind. Heute erinnert sich «Tagblatt»-Leser Peter Härtli (76) an alte Utensilien zum Kleiderwaschen.

«In den 50er-Jahren hatten wir in dem Mehrfamilienhaus an der Dennlerstrasse 5 im Kreis 9 noch keine Waschmaschine, sondern unsere Mutter musste am Waschtag in der Waschküche den Waschhafen einfeuern, damit das kalte Wasser erhitzt und die Wäsche so gekocht werden konnte. Danach wurden die Waschstücke mit der Holzzange aus der heissen Lauge gefischt und in einem Zuber mit Seifenlauge mit dem Waschstössel durchgeknetet. Kleidungsstücke mit Flecken oder kleinere schmutzige Wäsche wurden auf dem Waschbrett eingehend durchgeschrubbt.

Heute wohne ich in Leimbach und besitze längst eine vollautomatische Waschmaschine. Trotzdem erinnere ich mich noch gerne an die Waschtage von früher, weil es damals in der Waschküche immer so gut nach Holzfeuer und Seifenlauge roch und ich als kleiner Junge auch das Feuer hüten durfte. Die damaligen Utensilien wünsche ich mir dennoch nicht zurück. Und wohl auch kaum eine jener Hausfrauen, die damit waschen mussten, denn eine solche Wäsche war jedes Mal ein Kraftakt.»

Das «Tagblatt» bedankt sich bei Peter Härtli für seinen Beitrag mit einem Original-«Tagblatt»-Kugelschreiber von Caran d’Ache und hofft auf weitere Vorschläge für diese Serie (Bitte E-Mail senden an: gewinn@tagblattzuerich.ch, Stichwort: Nostalgie).

 

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