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Interview

Findet Catingshows furchtbar: Walter Andreas Müller. Bild: Sacha Beuth

«Ich glaube an eine höhere Macht»

Von: Sacha Beuth

07. Oktober 2014

INDISKRETES INTERVIEW Heute mit Walter Andreas Müller. Der 69-jährige Schauspieler und Radiomoderator, bekannt als WAM, verrät, wen er gerne einmal treffen und was er in Zürich dringend ändern würde.

Tagblatt der Stadt Zürich: Wo ist Zürich am schönsten, wo am hässlichsten?

Walter Andreas Müller: Am schönsten ist die Stadt überall von oben: Waid, Uetliberg oder Prime Tower! – Am hässlichsten ist definitiv das Parkhaus Pfingstweid!

Wenn Sie eine Schlagzeile über Ihre Person schreiben dürften: Wie müsste die lauten? Und welche wäre ein richtig heftiger Fauxpas?

«Simply the Wam and only». – «Sie sehen für Ihr Alter eigentlich noch recht gut aus!»

GC oder FCZ?

Golf-Club oder Freizeit-Club Zürich? Ich verstehe gar nichts von Fussball. Darum beide!

Wo werden Sie am liebsten berührt, wo am wenigsten gern?

Jaa . . ., schon dort! – Am wenigsten: joviales Schulterklopfen.

Wie gelingt für Sie ein Date ­hundertprozentig? Was wäre ein No-Go?

Wenn die gegenseitige Chemie stimmt natürlich! Gar nicht erfreut wäre ich, wenn mich jemand nur ­datet, weil er sich mit einem kleinen Promi brüsten will!

Was halten Sie von Sex ohne ­Liebe und: Liebe ohne Sex?

Geht beides nicht!

Glauben Sie an Gott? Gibt es den Teufel?

Nicht an einen vermenschlichten Gott – aber an eine ganz persönliche höhere Macht schon. – Den Teufel gibt es natürlich . . .  im Kindermärchen und im Theater. Aber nur dort!

Wem möchten Sie lieber nie begegnen, wem unbedingt? Weshalb?

Keinem dieser morgenländischen, grausamen Despoten – aus wohl naheliegend verständlichen Gründen. Aus beruflichem Interesse würde ich sehr gern Dustin Hoffman treffen.

Was war Ihr grösster Fehlkauf, was der beste Kauf überhaupt?

In jungen Jahren wurde mir geraten, in Silber zu investieren. Ein grausamer Flop! Dagegen bin ich froh, dass ich den Mut aufgebracht habe, ein Haus zu kaufen.

Was ist Ihr grösster Traum, was Ihr schlimmster Albtraum?

Gesund zu bleiben und dann vielleicht doch noch eine ausgedehnte Weltreise! Angst habe ich davor, dement zu werden oder das Augenlicht zu verlieren.

Welche Partei entspricht Ihnen am meisten, welche am wenigsten?

Ich nehme immer von jeder Partei das, was mir persönlich richtig scheint. Und das kann sowohl mal rechts oder links sein.

Wenn Sie die Macht hätten, in Zürich allein Entscheidungen zu treffen; Was würden Sie sofort einführen, was sofort abschaffen?

Den Bau einer U-Bahn – gegen das Tram- und Bus-Chaos in der Innenstadt. Hingegen würde ich die Sperrung des Limmatquais aufheben.

Was bringt Sie zum Lachen, was zum Weinen?

Zum Lachen bringen mich eine gute Pointe und unfreiwillige Situationskomik. Zum Weinen finde ich grundsätzlich jede traurige Situation. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch.

Bei welcher TV-Sendung schalten Sie sofort ein, bei welcher müssen Sie einfach abschalten?

Schweizer-TV-Film-Produktionen interessieren mich immer. Casting­shows finde ich furchtbar.

Welches Tier mochten Sie als Kind besonders? Vor welchem hatten Sie Angst?

Meinen Teddybären natürlich! Angst habe ich noch heute vor Pferden.

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Leserkommentare

Benedikt Jorns - Ich schätze Ihre Schauspiel-Auftritte und auch Ihre Antworten hier im Interview sehr! Und übrigens: Ein bis ins Alter aktiver Schauspieler erkrankt äusserst selten an Alzheimer-Demenz. Es gibt seit einigen Jahren eine wissenschaftliche Erklärung dafür.
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Vor 3 Jahren 10 Monaten  · 
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