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Interview

Oliver Steffen wünscht seine Pendenzen ins Pfefferland. Bild: Petra Tschofen

«Meine Neugier treibt mich durchs Leben»

Von: Andy Fischer

02. Oktober 2015

Indiskretes Interview: Mit Oliver Steffen. Hier lesen Sie, wie der TeleZüri-Moderator auf negative Reaktionen reagiert und was sein Albtraum ist. Von Andy Fischer

Wo ist Zürich am schönsten, wo am hässlichsten?
Auf dem Sechseläutenplatz vor, nach und während des Sechseläutens. Im Stau vor irgendeiner Baustelle.

Wenn Sie eine Schlagzeile über Ihre Person schreiben dürften: Wie müsste die lauten? Und welche wäre ein richtig heftiger Fauxpas?

«Er bringt Chuck Norris zum Weinen» wäre grossartig. «Er hört seinen Gästen nicht zu» würde mich treffen.

GC oder FCZ?
Egal, Hauptsache, Basel verliert.

Wo werden Sie am liebsten berührt, wo am wenigsten gern?
Wenn mich meine Frau berührt, ist es egal, wo. Am wenigsten gern im Ohr vom Finger meines kleinen Sohnes.

Wie gelingt für Sie ein Date hundertprozentig? Was wäre ein No-go?
Charme, Humor und Wünsche von den Augen ablesen sind Grundvoraussetzungen. Das Handy auf dem Tisch killt jede Romantik.

Was halten Sie von Sex ohne Liebe und: Liebe ohne Sex.
Sex ohne Liebe ist wie Puderzucker ohne Kuchen und Liebe ohne Sex wie Kuchen ohne Zucker.

Glauben Sie an Gott? Gibt es den Teufel?
Den Teufel sehe ich täglich bei irren Gewalttaten von Menschen an Unschuldigen, genau dann würde ich mir auch die schützende Hand eines Gottes wünschen.

Wem möchten Sie lieber nie begegnen, wem unbedingt? Weshalb?
Nie Chuck Norris, immer wieder meiner Frau. Gut, manchmal auch umgekehrt.

Was besitzen Sie seit Ihrer Kindheit, was möchten Sie endlich loswerden?
Meine grosse Neugierde treibt mich seit je durchs Leben, meine Pendenzen im Büro würde ich
gerne die Limmat hinabtreiben sehen.

Was ist Ihr grösster Traum, was Ihr schlimmster Albtraum?
Glücklich alt zu werden, wäre wunderbar. Ein Albtraum wäre es, wenn ich meine positive Lebenseinstellung verlieren würde, zum Beispiel durch einen Schicksalsschlag.

Welchen Politiker mögen Sie am besten, und welchem würden Sie gerne mal Ihre Meinung sagen?
Es gibt ein paar sehr sympathische unabhängig von ihrer Partei, und die Meinung sage ich allen, wenn ich sie im «TalkTäglich» sehe. Da bin ich privilegiert.

Auf was schauen Sie bei einer Frau als Erstes, und was ist Ihnen völlig egal.
Das Strahlen in den Augen. Egal ist mir der Preis des Handtäschchens, was aber ändern kann, wenn es nicht bei diesem einen Treffen bleibt.

Wenn Sie die Macht hätten, in Zürich alleine Entscheidungen zu treffen: Was würden Sie sofort einführen, was sofort abschaffen?
Ich würde sämtliche Vorschriften und bürokratischen Wege zu Bewilligungen überprüfen. Da findet sich einiges, das sich streichen liesse. Etwas mehr Eigenverantwortung würde unserer Gesellschaft guttun.

Was bringt Sie zum Lachen, was zum Weinen?
Ich lache gerne über Situationskomik im Alltag – besonders wenn ich darin involviert bin. Zum Weinen bringen mich die Preise von gewissen Handtäschchen.

Was ist Erfolg, was Misserfolg?

Wenn ich auf eine Sendung ganz viele positive und negative Reaktionen bekommen habe, dann weiss ich, die Sendung hat die Menschen bewegt. Wenn ich weniger Reaktionen erhalte und dazu weiss, dass ich diese Sendung besser hätte machen können, ärgert mich das enorm.

Bei welcher TV-Sendung schalten Sie sofort ein, bei welcher müssen Sie einfach abschalten?

Ich bin überhaupt nicht der Schweizer-Volkskultur-Zuschauer und mag lieber gut gemachte und überraschende Reportagen.

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