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Stadtratskolumne

Gelungener Neustart

Von: Stadträtin Karin Rykart, Sicherheitsdepartement

Es sind Hunderte, manchmal Tausende, die jeweils am letzten Freitag im Monat mit ihren Velos auf der Strasse unterwegs sind. Die Critical Mass, eine weltweite Bewegung, die seit 1997 auch in Zürich auf ihre Anliegen aufmerksam macht. Ein bunter Corso, auf nicht festgelegten Routen unterwegs. Es gab Zeiten, da störte das kaum jemanden. Doch die Bewegung hatte immer mehr Zulauf. Irgendwann wurde sie in dieser Form zur «Kritischen Masse» im wörtlichen Sinn. Ein Anlass dieser Grössenordnung braucht in einer engen Stadt eine Bewilligung. Das entschied der Statthalter letzten Sommer. Die Behinderungen für ÖV und Individualverkehr waren zu gross. Danach war die Veloausfahrt monatelang auf ein Mini-Format zurückgebunden.

Ende April rollte die Critical Mass nun wieder - zum ersten Mal mit Bewilligung und mit klaren Vorgaben. Dafür brauchte es Zugeständnisse auf beiden Seiten. Der Veloumzug darf sich zwar frei bewegen, allerdings nur in einem festgelegten Bereich. Das Fazit ist positiv. Der Anlass war friedlich, die Auflagen wurden eingehalten. Der Verkehr im Kreis 1, wo es jeweils die grössten Behinderungen gab, war kaum beeinträchtigt.

Ich bin auch täglich mit dem Velo unterwegs und freue mich über kleine und grosse Verbesserungen, vor allem auch wenn es um die Sicherheit geht. Die Anliegen der Critical Mass kann ich nachvollziehen. Aber meine persönliche Meinung tut nichts zur Sache, wenn es darum geht, eine Demonstration zu beurteilen. Entscheidend ist die Sicherheit der Teilnehmenden und der Öffentlichkeit. Diese war bei dieser ersten Critical Mass im neuen Kleid gewährleistet: Dank klaren Vorgaben, an die sich die Demonstrierenden gehalten haben.

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