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Stadtratskolumne

Gemeinsamer Kraftakt

Mehr als 30 000 Menschen haben letztes Jahr in unserem Land ein Asylgesuch gestellt. Für das laufende Jahr rechnet der Bund damit, dass diese Zahl noch einmal ansteigen wird. Gemeinden Landauf landab sind darum stark gefordert, den nötigen Wohnraum für diese Geflüchteten zur Verfügung zu stellen. Auch die Gemeinden im Kanton Zürich müssen seit Anfang Juli mehr Menschen unterbringen – die Aufnahmequote wurde von 1.3 Prozent der Wohnbevölkerung auf 1.6 Prozent erhöht. Das bedeutet, dass die Stadt Zürich rund 1 300 Männer, Frauen und Kinder zusätzlich unterbringen muss. Das ist eine grosse Herausforderung. Die Stadt wird das neue Kontingent nicht von heute auf morgen erfüllen können. Obwohl wir laufend nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten suchen und in den letzten Monaten einige grössere Unterkünfte in Betrieb nehmen konnten. Die Suche nach geeigneten Liegenschaften ist langwierig und Auswahl gibt es selten. Bei jedem möglichen Standort müssen im Vorfeld viele Fragen geklärt werden: Welche baulichen Anpassungen sind nötig? Wo können die Kinder zur Schule gehen? Welche Tagesstruktur können wir den Bewohner*innen bieten? Wie umfangreich ist die Betreuung vor Ort? All dies kostet Zeit. Und braucht viele Ressourcen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir diese Herausforderungen meistern werden und die notwendigen Unterkünfte nach und nach bereitstellen können. Dabei sind wir auf die Solidarität und das Entgegenkommen der Zürcher*innen angewiesen – als Liegenschafterbesitzer*innen, als Vermieter*innen und als Nachbar*innen. Denn nur gemeinsam können wir den schutzbedürftigen Menschen Wohnraum bieten, in dem sie zur Ruhe kommen und in eine neue Zukunft starten können. 

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