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Warum?

Schweizweit stehen hunderttausende Telefonmasten aus Holz im Dauereinsatz, wie hier in Zürich-Seebach. Bild: PD

Warum hat es in Zürich-Seebach immer noch Telefonstangen?

Von: GH

15. Juni 2020

Die Frage stellt «Tagblatt»-Leser Leo Eugster. Die Antwort weiss Esther Hüsler von Swisscom.

«Diese Beobachtung ist korrekt: Es gibt in Zürich-Seebach noch Freileitungsstangen zur Versorgung der einzelnen Anschlüsse mit Telekommunikationsdienstleistungen. Eine Erschliessung über eine Freileitung ist eine technische Variante, welche auch heute noch dem aktuellen Stand der Technik und Normen entspricht. Aus bautechnischen Gründen kann die Erschliessung über eine Freileitung auch heute noch zum Zuge kommen. Deswegen erfüllen Telefonstangen noch immer ihren Dienst bei der Versorgung der Bevölkerung. Swisscom betreibt in der ganzen Schweiz noch rund 450 000 solcher Stangen. Pilzbefall verkürzt jedoch deren Lebensdauer.

In Zusammenarbeit mit MycoSolutions AG hat Swisscom jedoch eine innovative Lösung zum Schutz der Masten gefunden. Im Erdreich um den Telefonmasten herum wird ein anderer Pilz als Gegenkraft gepflanzt. Dieser verdrängt und eliminiert potentielle Schädlinge am Pfosten, ohne die Umwelt mit Schadstoffen zu belasten. Gleichzeitig werden so die Kosten für den vorzeitigen Ersatz eines befallenen Masts vermieden – womit irgendwo in der Schweiz ein Baum noch etwas länger weiterwachsen kann.»

Haben Sie eine «Warum?»-­Frage? redaktion@tagblattzuerich.ch

 

 

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