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Warum?

Was macht eigentlich ...

Von: Andy Fischer

29. Dezember 2014

Marcel Scheiner, Jeans-Pionier?

«Ich bin auf der Sonnenseite des Lebens geboren, das ist ganz klar», sagt Marcel Scheiner gut gelaunt am Telefon.Und dieser kurze Artikel zeigt, wie recht der heute 65-Jährige hat

Als er Anfang der 1970er-Jahre als junger Bankkaufmann von seinem Arbeit­geber mehr Lohn forderte, wurde er auf die Strasse gestellt. «Kein Weltuntergang», sagte sich der 21-Jährige und beschloss, eine eigene Firma zu gründen. Kaufte einen Restposten Jeans, 2000 Stück à 7 Franken, und bot die Hosen in seinem Ladengeschäft in Oerlikon für 14 Franken an.

«Innert kürzester Zeit waren alle Jeans weg», lacht der zweifache Vater. Für ihn war dann klar, dass es in diesem Bereich eine grosse Nachfrage gab. Er liess sich eine Serie von 500 weiteren Jeans herstellen und als er sah, dass auch diese weggingen wie frische Weggli, wusste er, das Geschäftsmodell funktionierte. Lange suchte der Stadtzürcher nach einem Namen für seine Hosen. Und weil er dachte, was Giorgio Armani kann, könne er auch, gab er seinen Jeans seinen Namen.

Bald betrieb er schweizweit bis zu 27 Läden. Und praktisch jeder im Land brachte Marcel Scheiner mit Jeans in Verbindung. 1999 beschloss er dann, sein Geschäft aufzulösen. Finanziell völlig unabhängig, zog es ihn für vier Jahre in die USA, wo er Kunsthandel betrieb.

Und was macht Scheiner heute? Einfach das Leben geniessen? «Sie sagens richtig», lacht er. «Am liebsten treibe ich Sport in den Bergen; Klettern, Wandern, Langlauf, solche Sachen.» Ein Leben wie im Bilderbuch.

Scheiner, der heute in Chur wohnt, stellt das nicht in Abrede, meint aber bescheiden. «Ich hatte einfach viel Glück, war oft im richtigen Augenblick am richtigen Ort. Habe nie in der Zukunft gelebt, sondern im Moment. Und jeder Moment war super. So gehts jetzt weiter.»

 Mit diesem Beitrag beenden wir die Serie «Was macht eigentlich . . .?» Ab kommender Woche stellen wir hier Zürcher Auswanderer vor. 

 

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