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Warum?

Was macht eigentlich...

Von: Ginger Hebel

26. Februar 2013

Raymond Fein, Ex- «Traumpaar»-Moderator und Boogie-Woogie-Man

Wenn der Name Raymond Fein fällt, denken die meisten Leute sofort an fetzigen Boogie-Woogie oder ans «Schnüfeli». Der 62-Jährige moderierte von 1987 bis 1993 die erfolgreiche Montagabend-Spielsendung «Traumpaar». Schnüfeli war das Maskottchen der Sendung. Raymond Fein hat seine Zeit als TV-Unterhalter in fröhlicher Erinnerung. Manchmal, da schaut er sich mit seinen zwei Kids die Aufzeichnungen von damals an. «Sie finden es schräg, wie ihr Vater vor 25 Jahren ausgesehen hat.» Nach dem Aus der Sendung verschwand Fein von der Bildfläche – nicht aber von der Bühne. Bereits 1968 begann er mit seinem Schulfreund Jean-Marc Peyer Boogie-Woogie und Blues zu spielen. Als Duo Che&Ray wurden sie bekannt, erhielten sieben Schallplatten in Gold und Platin und verkauften während ihrer gemeinsamen Karriere mehr als 300 000 Tonträger. Nach 37 Jahren gingen sie getrennte Wege. Heute ist Fein als Solomusiker unterwegs. Wenn er mit seiner Band und Kollegen in die Tasten haut, dann reisst es die Leute genauso von den Stühlen wie damals. Seit Jahren bringt er die Stimmung beim Zürcher Country-Festival zum Kochen. Am 7. März veranstaltet er im Albisgüetli eine 50s- und 60s-Party. Mit ihm auf der Bühne The 4 Windows, Max Stenz & Silverwings und: sein zehnjähriger Sohn. Die Leute zu unterhalten, mit heisser Musik bei Laune zu halten, das stellt ihn nach wie vor auf. «Ich spiele Klavier, seit ich fünf bin. Ich werde nie von der Musik loskommen und will es auch nicht. Ich bin ein Boogie-Man.» Sein Hauptjob war und ist aber selbstständiger Kommunikationsberater – sein Broterwerb, der mit der Öffentlichkeit nichts zu tun hat. Seit einigen Jahren widmet er sich zudem intensiver der malenden Kunst. Er spachtelt unter anderem abstrakte Bilder mit selbst hergestellten Holzspachteln, malt Comics sowie «sprechende Bilder» und stellt sie aus. «Das Malen mit dem Pinsel ist nichts für mich. Als ich es erstmals mit einem Holzspachtel versucht habe, war das wie eine Offenbarung.» Er malt meistens nachts, dann hat er Zeit und Musse. «Wenn ich einen Tag lang nicht malen oder musizieren kann, dann fehlt mir etwas.»

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