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Warum?

Was macht eigentlich ...

Von: Clarissa Rohrbach

03. Juni 2014

... Edith Strub, Ex-Tourismusdirektorin?

Zuerst hiess Zürich «Little Big City». Dann wurde es zu «Downtown Switzerland», ein Slogan, welchen der Rest der Schweiz gerne als überheblich abstempelte. Heute leben wir in einer Stadt, die «World Class. Swiss made» sein soll. Es gab aber Zeiten, in denen Zürich nur wenig vermarktet wurde, als sich noch der Verkehrsverein darum kümmerte, das Züri-Fäscht zu organisieren und die Touristen anzulocken. Als Edith Strub 1991 Leiterin des Betriebs wurde, war das noch so. «Dann wurden die Aufgaben der Organisation neu definiert, seither hat der Zürcher Tourismus ordentlich vorwärtsgemacht», sagt die 73-Jährige, die heute in Thailand lebt. Sie erinnert sich, wie der Verkehrsverein zu Zürich Tourismus unbenannt wurde und dank der neuen Marketingstrategien die ersten Chinesen zu uns kamen. «Das war nicht immer einfach, aber es hat viel Spass gemacht. Zürich ist ein gutes, aber teures Produkt, man kann nur mit der Qualität punkten.»

Doch ihr Engagement als Tourismusdirektorin liegt heute für Strub in einem früheren ­Leben. 2003 wurde sie pensioniert, sechs Jahre später packte sie ihre Koffer und wanderte mit ihrer Schwester nach Hua Hin aus. «Ich habe immer gewusst, dass ich meinen Ruhestand in einem warmen Land verbringen will. Dieses Klima ist für meinen Körper gesünder.» Und so hat sich Strub in einem Resort eingemietet, wo sie gern am Swimmingpool Bücher verschlingt. Die Tage der Pensionierten sind ausgebucht. Sei es ein Konzert in Bangkok, eine Squash-Partie, um fit zu bleiben, oder ein Teller Meeresfrüchte am Strand essen: Es gibt ­immer etwas zu tun. Die ehemalige Geschäftsfrau liebt es auch zu reisen. Australien, Neuseeland, Myanmar und Singapur hat sie mehrmals besucht, nun möchte sie wieder einmal nach China. Und manchmal, da interessiert sie sich noch für die Heimat. Auf Global TV verfolgt sie die News aus der Schweiz, die Eröffnung des neuen Sechseläutenplatzes und auch die Diskussionen um den Hafenkran: Ihr entgeht nichts. Und doch hat sie kein Heimweh. 

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