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Warum?

Was macht eigentlich ...

Von: Isabella Seemann

22. August 2012

... Susi Gut, Ex-Gemeinderätin?

Jahrelang bestimmte Politik ihr Leben. Susi Gut (51) engagierte sich bei den Schweizer Demokraten, bei der SVP und gründete die Partei für Zürich mit. Das Volks-Nein gegen die städtischen Beiträge für den Club of Rome war ihr grösster Erfolg. Mutig blies die Gemeinderätin 2010 zum Angriff aufs Stadtpräsidium – und verlor haushoch.

Mit der Niederlage hatte sie gerechnet, dennoch fiel sie in ein Loch. «Die Häme gab mir den Rest.» Sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, löste die PFZ auf und zügelte zu ihrem Lebenspartner René Schildknecht in den Aargau. Viel wichtiger als eine Politkarriere ist ihr heute das Privatleben. «Wegen der Politik wäre fast meine Beziehung kaputtgegangen. Welch eine Dummheit!» Während einer USA-Reise heirateten sie in Las Vegas – die Braut klassisch in Weiss.

Nicht aufgegeben hat Susi Gut ihr gesellschaftliches Engagement. Die Gymnastiklehrerin, Sportmasseurin und Fussreflexzonentherapeutin trainiert in ihrer Freizeit Jugendliche im Laufsport und schreibt eifrig Leserbriefe. «Politik beschäftigt mich weiterhin, und ich schliesse nicht aus, wieder aktiv zu werden.» Vorerst aber will sie mit einem Sachbuch und Kursen abgewählten Volksvertretern Lebenshilfe erteilen für «die Zeit danach», wenn das Scheinwerferlicht andere beleuchtet und sie plötzlich im Schatten stehen.

Das «Tagblatt» stellt jede Woche eine Persönlichkeit vor, die aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Nächste Woche: Kurt von Allmen, Polizeiopfer. Wer soll als Nächstes wieder in Erscheinung treten? Schreiben Sie an:

redaktion@tagblattzuerich.ch

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