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Warum?

Diese Haltestelle wurde von «Börse» zu «Kantonalbank» unbenannt. (Bild: Christian Saggese)

Wieso wurde kürzlich die Haltestelle «Börse» in Kantonalbank und die Haltestelle «Viadukt» in Löwenbräu umgetauft? Ich dachte, die Verkehrsbetriebe Zürich dürfen keine Werbung für Firmen machen?

Von: Christian Saggese

18. Februar 2020

Diese Frage stellt «Tagblatt»-Leserin Marianna Mariani. Die Antwort kennt Tobias Wälti von der Medienstelle VBZ:

«Umbenennungen von Haltestellen erfolgen, wenn sie die Orientierung erleichtern, insbesondere, wenn eine Bezeichnung ihren ursprünglich namensgebenden Bezug verloren hat. Laut der Verordnung des Bundesrats über die geografischen Namen darf eine Haltestelle nicht aus dem Namen eines Unternehmens bestehen, es sei denn, dieser sei identisch mit einem geografischen Namen. Deshalb heisst die ehemalige Haltestelle ‹Börse› nicht ‹Zürcher Kantonalbank›, sondern ‹Kantonalbank›. Die ursprünglich namensgebende Börse befindet sich längst nicht mehr am Ort nahe des Paradeplatzes. Umbenennungen von Haltestellen benötigen jeweils die Zustimmung des Bundesamtes für Verkehr (BAV), welches diese Umbenennung bewilligt hat. So auch bei der erwähnten ehemaligen Haltestelle ‹Dammweg› beim Viadukt: Zur Sichtbarmachung des Kunstzentrums ‹Löwenbräukunst› wurde diese in ‹Löwenbräu› umbenannt. Das Kunstzentrum liegt auf dem Areal der ehemaligen gleichnamigen Brauerei und somit im direkten Einzugsbereich der Haltestelle. Die Umbenennung soll die Stadt Zürich als Kultur- und Kunststadt stärken und den Besuchern die Orientierung erleichtern.»


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