Sacha Beuth
Kürzlich durfte ich für zwei Wochen mit der Familie in Thailand weilen. Die Reiseroute brachte es mit sich, dass davon auch zwei Tage in Bangkok auf dem Programm standen.
Wie in Zürich empfiehlt es sich, zur Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum die ÖV zu benutzen. In Bangkok ist dies die Hochbahn Airport Rail Link ARL. Die führt allerdings nur an den Rand der Kernzone. Will man zu den Sehenswürdigkeiten am Chao Phraya Fluss, muss man umsteigen. Das ist – obwohl weitere Bahnlinien nicht der gleichen Gesellschaft beziehungsweise dem gleichen Verbund angehören und man erneut ein Ticket kaufen muss – keine grosse Sache. Ausser es findet entlang einer Linie ein grösserer Event statt. Dann kann das Warten auf den nächsten Anschlusszug zur Tortur werden.
Sechsmal mussten wir an der Haltestelle Phetchaburi eine Komposition passieren lassen, weil diese jeweils voll wie Sardinenbüchsen waren. Eine Dreiviertelstunde und ohne Sitzgelegenheit dauerte die Warterei insgesamt. Doch während an einer VBZ-Haltestelle nun die Hölle los wäre und deren Angestellte von der wartenden und fluchenden Kundschaft gelyncht würden, blieb man in Thailands Metropole völlig gelassen. Nicht mal ein verärgertes Mundwinkelzucken war zu sehen. Echt vorbildlich, diese Geduld der Asiaten.
Sacha Beuth, Redaktor