Sacha Beuth, Redaktor
Bei der aktuellen Hitze ist mir mal wieder bewusst geworden, in welch einer privilegierten Situation sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich befinden. Nicht nur steht diesen unbegrenzt sauberes und
sogar wohlschmeckendes Leitungswasser zu einem günstigen Preis zur Verfügung. Nein, man kann in mehreren Gewässer, darunter einem grossen See, baden und sich abkühlen. Und von den 1200 Brunnen führen rund 800 Trinkwasser. Was für ein Reichtum, um nicht zu sagen: Was für ein Überfluss.
Dennoch – oder gerade deshalb – ist es wichtig, dem kostbaren Nass Sorge zu tragen. Und etwa gewisse Marotten wortwörtlich abzustellen. Angefangen bei mir selbst. So hatte ich bis vor kurzer Zeit bei laufendem Hahn Geschirr gespült. Hatte so lange gewartet, bis das Wasser zum Trinken, dass aus der Leitung kam, auch wirklich kalt war. Oder hatte den Geschirrspüler halbvoll laufen lassen.
Nun gehe ich deutlich sparsamer mit dem flüssigen Element um. Und schätze es umso mehr, nach Feierabend darin zu schwimmen oder meinen Durst – aus einem im Kühlschrank gelagerten Krug – damit
zu stillen.
Sacha Beuth, Redaktor