Stellen Sie sich vor, Sie landen auf einer einsamen Insel. Ohne Wasser. Ohne Essen. Ohne Bett. Ohne Internet, ohne Handy. Nur Sie, die Wildnis und sechs Ihnen fremde Menschen an Ihrer Seite. Was surreal klingt, wird für sieben Schweizer Promis wahr. Für das Reality-TV-Format «7 vs. Wild», das 3+ ab dem 27. Januar zeigt, lassen sich unter anderem das Model Tamy Glauser, die Comedienne und Moderatorin Tamara Cantieni und der Comedian Gabirano in der Wildnis der Dominikanischen Republik aussetzen. Ebenfalls dabei sind der Social-Media-Star Kris Grippo (noch nie gehört), der Content-Creator Taulant «T-Ronimo» (wer?), der Schauspieler und Comedian Flavio Leu (bin wohl zu alt, aber Flavio who?) und Gion Salvuz, Survival-Trainer (muss man glaubs wirklich nicht kennen).
Wer denkt, dass alles fake ist, irrt sich. Der Sender lässt verlauten, dass nicht mal ein Kamerateam dabei ist. Die VIPs filmen sich selber. Die einzigen Mitbewohner sind Spinnen, Krebse und andere Tierchen, denen zumindest ich nicht mal tagsüber, geschweige denn nachts begegnen will. Mich erinnert das Format an das «Dschungelcamp». Einfach ohne Tierhoden, die gegessen werden müssen. Oder vielleicht schon? Ich meine, was isst man, wenn es nichts zu essen serviert wird? Wir werden sehen. Das werden wir sehen und offenbar viel Drama. So sollen Hitze, Regen, Wind und massiver Schlafmangel den Teilnehmenden so zu schaffen machen, dass die Stimmung kippt, die einen aufgeben wollen, andere sich zurückziehen und weitere in Streit geraten. Ich schalte fix ein. Vielleicht wird mir endlich die Frage beantwortet, warum um alles in der Welt man bei solchen Formaten mitmacht? Die Schweizer Gagen können es nicht sein. Der Fame auch nicht. Der ist schliesslich schneller vorbei, als Sie jetzt dann gleich umblättern werden.
Text: Maja Zivadinovic
Bilder: MZ/CH Media