Andreas Hauri
Kurz vor Weihnachten erhielt ich einen Brief, der mich sehr gerührt hat. Ein ehemaliger Patient des Stadtspitals Zürich lobt darin, wie professionell und menschlich ihm Pflegefachleute und Ärzt*innen während seiner Behandlung begegnet sind. Seine Rückmeldung zeugt vom grossen Engagement und der Qualität, mit der im Stadtspital täglich gearbeitet wird. Gute Rahmenbedingungen sind dafür entscheidend.
Deshalb haben wir in der StadtZürich früh gehandelt: Seit 2022 setzen wir das Programm «Stärkung Pflege» konsequent um. Damit gehen wir über die nationale Pflege-initiative hinaus. Wir investieren gezielt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung, schaffen eine flexible Arbeitszeitgestaltung, fördern Mitbestimmung und bieten Entlastung. So halten wir Mitarbeitende länger im Beruf. Denn neben dem Mangel an qualifizierten Fachkräften ist deren Berufsausstieg, oft kurz nach Abschluss der Ausbildung, eine grosse Herausforderung. Auch bei anderen Gesundheitsberufen bleiben wir dran. Für Assistenzärzt*innen beispielsweise testen wir eine Reduktion der Wochenarbeitszeit von 50 auf 42 Stunden.
Unsere Massnahmen wirken: Die Kosten für Temporärangestellte sind deutlich gesunken. Im Stadtspital und in den Gesundheitszentren für das Alter ist die Fluktuation im Branchenvergleich tief. Das stärkt den Zusammenhalt und kommt den Patient*innen zugute. Die Bevölkerungsbefragung 2025 zeigt, dass rund drei Viertel der Stadtbevölkerung mit dem Gesundheits- und Pflegeangebot in der Stadt zufrieden oder sehr zufrieden sind. Solche Erfolge bestärken mich darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen.
Apropos: Der Schweizer Spielfilm «Heldin» über eine Pflegefachfrau steht im Rennen um eine Oscar-Nominierung. Er ist eine Hommage an all jene, die tagtäglich Verantwortung für andere übernehmen.
Stadtrat Andreas Hauri,
Gesundheits- und Umweltdepartement