Karin Rykart
Eine ungenügende Note zu bekommen, tut weh. Auch mir als Stadträtin. Das gilt besonders dann, wenn mir etwas am Herzen liegt. Ein gutes Beispiel dafür ist der «Prix Velo» – die Auszeichnung, die Pro Velo Schweiz den Gemeinden alle vier Jahre verleiht; basierend auf einer Online-Umfrage. Die Velofahrenden stellen Zürich auch dieses Jahr kein gutes Zeugnis aus. Vier von sieben Noten sind ungenügend.
Trotzdem ist das Resultat auch erfreulich. Denn die Stadt Zürich hat im Vergleich zu 2021 zwei Plätze gut gemacht. Sie liegt jetzt auf dem vierten Rang von sechs grossen Städten der Schweiz. Es hat sich also viel verbessert in den letzten Jahren und das nehmen die Velofahrenden wahr. Es gibt beispielsweise mehr Veloampeln und mehr Abstellplätze. Einbahnen wurden für den Veloverkehr geöffnet. Unfallherde werden laufend untersucht und verbessert, um so die Sicherheit zu erhöhen.
Auch ich merke, dass es heute einfacher ist, auf zwei Rädern durch Zürich zu fahren als noch vor ein paar Jahren. Aber es ist klar: Auf dem Resultat des diesjährigen «Prix Velo» können wir uns als Stadt nicht ausruhen. Es muss uns viel mehr ein Ansporn sein, Schwächen anzugehen und diese in den nächsten Jahren zu beheben. Besonders bei der Umsetzung der Velovorzugsrouten müssen wir in den nächsten Jahren einen grossen Schritt vorwärts machen.
Verbesserungspotenzial gibt es auch bei Baustellen und Kreuzungen. Sie werden laut der Umfrage von Velo-fahrenden immer noch als gefährlich wahrgenommen.
Auf dem Weg zur Velo-Stadt müssen wir also einen Gang raufschalten. Wir bleiben dran, denn alle sollen sicher und einfach mit dem Velo durch die Stadt kommen. Das Ziel steht fest: Beim nächsten «Prix Velo» wollen wir mindestens einen Rang weiter nach vorne rücken.
Stadträtin Karin Rykart, Sicherheitsdepartement