Liess sich im Conelli verzaubern: Maja Zivadinovic. Bild: MZ
Vielleicht fragen Sie sich, warum das Foto hier so rot ist und und wie die Sterne an die Decke kommen. Die schöne Antwort lautet: Weihnachtszauber. Dieser ist es, der mich neulich mitten in Zürich in eine andere Welt entführt. Zum ersten Mal habe ich den Conelli auf dem Bauschänzli besucht. Der Conelli ist der Zirkus, der ohne prominente Namen und viel Pi-pa-po auskommt. Der Conelli ist klein, herzig, intim. Und schampar zauberhaft.
Wie wahr das ist, beweist der Fakt, dass wir mit zwei Kindergarten-Kindern da waren. Keines wurde ungeduldig oder bestand darauf, das Zelt vorzeitig zu verlassen. Wer Kinder hat, weiss, was für ein grosses Kompliment das ist. Wer keine hat, kann mir glauben: Das ist ein XL-Lob. Betrieben wird der Conelli von Roby und Cindy Gasser mit ihren zwei Söhnen Jeremy und Tyron. Jeremy spielt Gitarre und steht selber in der Manege. Tyron und die Senioren walten im Hintergrund. Die Bühne überlassen die Gassers jungen Artisten und Künstlern aus aller Welt.
Während zweieinhalb Stunden schauen wir Trapezkünstlerinnen, Tänzerinnen und drei Clowns zu, die das durchmischte Publikum kollektiv zum Lachen bringen. Im Conelli wird sogar die Pause zum Erlebnis. Für die Kinder am Zucker-watten-Stand und für uns Erwachsene im Foyer, wo eine Pianospielerin in luftiger Höhe auf einem Glasboden an einem weissen Flügel sitzt und spielt. Mein persönliches Highlight sind fünf Künstlerinnen und Künstler, die wie eine K-Pop-Band aussehen und die mit einem Seil erstaunliche Kunststücke zum Besten geben. Und was meinen die Kindergärtner? «Chömmer morn wieder cho, bittteee?» Schön wärs! Weil schön wars. Schön war übrigens das ganze 2025, finde ich. Auch Dank Ihnen, werte Leserinnen und Leser. Ich freue mich auf jeden einzelnen Mittwoch im 2026 mit Ihnen. Haben Sie schöne Weihnachten und rutschen Sie gut.
Text und Bild: Maja Zivadinovic