Zentrum der Eishockey-Welt
Vom 15. bis 31. Mai ist die Schweiz mit den Spielorten Zürich und Fribourg Gastgeberin der Eishockey-WM. Das heimische Team hat gute Chancen, den Final in der Swiss Life Arena zu bestreiten. - Von Sacha Beuth
Spielstätte mehrerer Gruppen- und Finalrundenpartien sowie des Endspiels der Eishockey-WM 2026: Swiss Life Arena in Altstetten. Bild: ZSC Lions; M. Duchene
Vom 15. bis 31. Mai ist die Schweiz mit den Spielorten Zürich und Fribourg Gastgeberin der Eishockey-WM. Das heimische Team hat gute Chancen, den Final in der Swiss Life Arena zu bestreiten. - Von Sacha Beuth
Noch etwas mehr als eine Woche, dann steht Zürich im Zentrum der Eishockey-Welt. Denn am Freitag, den 15. Mai beginnt um 16.20 Uhr in der Swiss Life Arena mit der Partie Finnland – Deutschland die 89. Eishockey-WM. Das Stadion in Altstetten ist neben der Fribourger BCF Arena (wo am 15. zeitgleich die Partie Kanada – Schweden ausgetragen wird) Spielstätte der Wettkämpfe und vor allem Austragungsort des Finals am 31. Mai.
Zwar war Zürich mit dem Hallenstadion bereits 1998 und 1953 sowie 1939 mit dem Dolder Austragungsort einer Weltmeisterschaft. Doch mit der modernen und ganz auf den Eishockeysport ausgerichteten Swiss Life Arena spielt man nun in einer anderen Liga. Das 2022 eröffnete Stadion bietet Platz für maximal 12 000 Zuschauer und braucht in Sachen Komfort sowohl für die Akteure auf wie neben dem Eis Vergleiche mit nordamerikanischen NHL-Arenen nicht zu scheuen.
Ideale Voraussetzungen also auch für das Schweizer Team um den neuen Chefcoach Jan Cadieux, zumal die «Eisgenossen» in der Gruppe A nicht nur ihr Auftaktspiel am 15. Mai gegen die USA (20.20 Uhr), sondern auch die Partien gegen Lettland, Deutschland, Österreich, Grossbritannien, Ungarn und Finnland sowie allfällige Finalrunden-Begegnungen in Alt-stetten bestreiten werden.
Die Chancen zum Erreichen der Finalrunde oder gar des Endspiels sind gut, stehen Cadieux doch die Mehrzahl der in der NHL engagierten Schweizer Spieler sowie jene weiteren Teamstützen, die 2024 WM-Silber holten, zur Verfügung. So ist Roman Josi (Nashville) ebenso dabei wie Nino Niederreiter (Winnipeg), Pius Suter (St. Louis), Nico Hischier und Timo Meier (beide New Jersey Devils). Auf den verletzten Jonas Siegenthaler (ebenfalls New Jersey) muss Cadieux dagegen definitiv verzichten. Fraglich sind bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe Philipp Kurashev (vertragslos, zuletzt San Jose), Janis Moser (Tampa, Freigabe des Vereins steht noch aus) sowie der wieder genesene, sich aber noch im Aufbau befindliche Lions-Routinier Sven Andrighetto. Letzteren werden wohl mit Dean Kukan, ChristianMarti, Nicolas Bächler und Denis Malgin vier Vereinskollegen begleiten. Natürlich dürften auch die vier frischge-backenen Meister aus Fribourg – Reto Berra, Simon Seiler, Christoph Bertschy und Attilio Biasca – für zusätzlichen positiven Schub sorgen.
Allerdings gibt es ebenfalls ein paar widrige Umstände, die noch vor dem WM-Start beseitigt werden müssen. Allen voran die Kontroversen und Diskussionen um die Absetzung von Patrick Fischer, den Vorgänger Cadieuxs. Weiter zeigen die teils deutlichen Niederlagen in der WM-Vorbereitung, dass es noch einiges auf taktischer und mentaler Ebene zu verbessern gilt. Entscheidend für ein erfolgreiches Schweizer WM-Abenteuer dürfte weiter sein, inwieweit die anderen Nationen auf ihre NHL-Stars zählen können. Topfavorit Kanada wird so oder so aus dem Vollen schöpfen, ähnlich die USA, die als Titelverteidiger antreten. Finnland und Schweden haben bereits jetzt je zehn Spieler aus der besten Eishockeyliga der Welt im Kader stehen. Deutschland, zuletzt vom Aussenseiter zum potenziellen Medaillenkandidaten aufgestiegen, darf auf die Dienste von Topgoalie Philipp Grubauer (Seattle) und Verteidiger sehr wahrscheinlich Moritz Seider (Detroit), nicht aber auf den verletzten Topstürmer Leon Draisaitl (Edmonton) zählen und auch die immer wieder für einen WM-Titel guten Tschechen haben mindestens drei NHL-Cracks in ihren Reihen. Je nach Verlauf der aktuellen NHL-Playoffs können noch weitere Spieler bei fast allen Nationen dazustossen.
Tickets und weitere Infos:
www.iihf.com
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