Karin Rykart
Als Stadträtin bin ich regelmässig alleine in der Nacht unterwegs. Oft finden Sitzungen zu später Stunde statt und auch der Gemeinderat tagt häufig bis in die Nacht. Dann fahre ich mit dem Velo oder auch mal mit dem ÖV nach Hause. Dabei fühle ich mich sehr sicher. In einer Stadt wie Zürich sind die Strassen meist belebt, das trägt dazu bei, dass ich mich wohl fühle. Damit bin ich nicht alleine. Die Bevölkerungsbefragung 2025 hat wiederum gezeigt, dass es den meisten Menschen in unserer Stadt so geht. Die Frage «Wie sicher fühlen Sie sich, wenn Sie in der Nacht alleine zu Fuss in Ihrem Quartier unterwegs sind?» haben 85 Prozent der Befragten mit «sehr sicher» oder «eher sicher» beantwortet. Diese hohen Werte decken sich mit einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Stadtpolizei aus dem Jahr 2024.
Das Ergebnis der Bevölkerungsbefragung freut mich persönlich sehr. Ist es doch auch eine Bestätigung, dass wir beim Sicherheitsdepartement gute Arbeit leisten. Dieses hohe Sicherheitsempfinden ist keine Selbstverständlichkeit. Das zeigte sich diesen Herbst, als wegen einer versuchten Besetzung des Kasernenareals alle verfügbaren Einsatzkräfte gebunden waren und einer Frau, welche im Tram angegriffen wurde, nicht helfen konnten. Diese Selbstverständlichkeit war auf einmal in Frage gestellt. Entsprechend heftig waren die Reaktionen.
Dass wir uns alle sicher im öffentlichen Raum bewegen können – egal in welchem Quartier, egal zu welcher Uhrzeit – ist ein zentraler Faktor für die hohe Lebensqualität in Zürich. Es ist ein hohes Gut, dem wir unbedingt Sorge tragen müssen. Sorge tragen müssen wir aber auch denjenigen, welche Tag für Tag und Nacht für Nacht dafür sorgen, dass wir uns in der Stadt Zürich sicher fühlen – den Polizist*innen. Sodass wir auch in Zukunft die Gewissheit haben, dass Hilfe kommt, wenn wir sie benötigen.
Stadträtin Karin Rykart, Sicherheitsdepartement