Eine der Fragen, die mir im Moment häufig gestellt wird, ist: Was werden Sie besonders vermissen, wenn Sie nicht mehr Stadtpräsidentin sind? Dazu möchte ich gerne eine kurze Geschichte erzählen. An der Einbürgerungsfeier Ende März hatte ich eine berührende Begegnung. Eine ältere Dame kam auf mich zu. Sie lebe schon fast 50 Jahre in der Schweiz, sagte sie. Aber erst nach meinem Brief, der sie zur Einbürgerung einlud, hätte sie sich entschieden, den Prozess auf sich zu nehmen. Das hat mich sehr, sehr fest gefreut. Wir alle wissen, dass das Einbürgerungsverfahren kein Zuckerschlecken ist. Aber unsere Politik lebt davon, dass alle, die hier zuhause sind, mitbestimmen. Das ist ein grosser Gewinn für unsere Demokratie. In meinem Amt hatte ich immer wieder solche berührenden Begegnungen. Und diese speziellen, persönlichen Begegnungen werden mir fehlen.
Das gilt übrigens auch für diese Kolumne hier. Wenn ich richtig gezählt habe, dann waren es über 100 Kolumnen, die ich in den letzten 17 Jahren für das «Tagblatt» verfasst habe. Dabei habe ich über ganz unterschiedliche Themen geschrieben, von Manifesta 2016 und Theater Spektakel über Equal Pay Day und No Billag bis zur Limmattalbahn und den Frauenstreiktag. Es ist eine schöne Aufgabe, die Tagblattkolumne zu schreiben. Ich kann mich so ganz direkt an Sie, die Bevölkerung der Stadt Zürich, wenden. Das tue ich auch jetzt: Ich möchte Ihnen nämlich danken für Ihr Vertrauen in mich und für Ihren Beitrag dazu, dass unsere Stadt ist, wie sie ist. Und: Ich möchte Sie einladen!
Am Dienstag, 26. Mai um 16.30 Uhr gebe ich den Schlüssel zum «Stapi»-Büro weiter an meine Nachfolge. Beim Stadthaus findet eine kleine Feier mit Apéro statt. Wären Sie gerne dabei? Dann melden Sie ihr Interesse bis am 29. April hier an:
Wer ausgelost wird, erfährt dies bis am 12. Mai. Ich freue mich auf Sie!
Corine Mauch,
Stadtpräsidentin, Präsidialdepartement