Wenn ich an einem heissen Sommertag durch mein Quartier am Rigiblick gehe, bin ich froh um die Brunnen unterwegs: Trinkflasche auffüllen, kurz die Handgelenke unter das kalte Wasser halten – und schon ist die Hitze etwas erträglicher. Der aktuelle Hitzesommer führt uns eindrücklich vor Augen, wie kostbar die Ressource Wasser ist. Unsere Ausgangslage in Zürich ist zum Glück gut: Der Zürichsee ist ein riesiger natürlicher Speicher und eine zuverlässige Ressource – auch während längerer Hitzeperioden. Rund 70 Prozent unseres Trink-wassers stammt aus dem Zürichsee.
Zürich besitzt mit über 1200 Brunnen das weltweit dichteste Netz an lokalen Wasserspendern. Auch wenn ein sorgsamer Umgang mit Wasser angezeigt ist: Wir müssen die Brunnen nicht abstellen oder die Bevölkerung generell zum Wassersparen aufrufen. Das ist aber kein Grund, sich zurückzulehnen. Eine sichere Wasserversorgung ist das Resultat langfristiger Planung, Investitionen und vorausschauender Instandhaltung.
Genau darum geht es beim neuen Generellen Wasserversorgungsprojekt der Stadt Zürich. Dieser Masterplan zeigt, wie wir unsere qualitativ hochstehende Trinkwasserversorgung auch für kommende Generationen gewährleisten können. Werke, Reservoire und Leitungen müssen rechtzeitig erneuert werden. Dabei reicht unser Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Die Wasserversorgung Zürich ist ein Kompetenzzentrum für die ganze Region und Teil eines starken regionalen Trinkwasserverbunds. 67 Partnergemeinden hängen sprichwörtlich «am Tropf» der städtischen Wasserversorgung und werden von unseren Mitarbeitenden und unserer Infrastruktur mitversorgt. Wenn wir heute klug investieren und der Ressource Wasser Sorge tragen, fliesst auch morgen zuverlässig einwandfreies Trinkwasser aus dem Hahn – auch bei Hitzewellen und Trockenperioden.
In diesem Sinne: Kommen Sie gut durch den Sommer und nutzen Sie die vielen städtischen Trinkbrunnen, um kurz innezuhalten und Frische und Wasser zu tanken.
Stadtrat Michael Baumer, Departement der Industriellen Betriebe