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Anne Applebaum – Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine

Anne Applebaum – Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine

29.04.2019 17:00 Uhr - 29.04.2019 18:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Die Journalistin und Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum gehört zu den versiertesten Kennerinnen Russlands. Sie begann ihre Karriere 1988 als Korrespondentin des Economist in Warschau, von wo aus sie über den Zusammenbruch des Kommunismus berichtete. Heute ist sie Direktorin des Legatum-Instituts in London. In ihrem Buch «Roter Hunger» (Siedler 2018, aus dem Englischen von Martin Richter) schildert sie eine der grössten Katastrophen des 20. Jahrhunderts: den erzwungenen Hungertod von mehr als drei Millionen Ukrainern 1932 und 1933. Anne Applebaum zeigt Stalins Terrorregime gegen die Ukraine, die Umstände der Vernichtungspolitik - und verleiht zugleich den hungernden Ukrainern eine Stimme. «Anne Applebaums Buch wird gewiss zum Standardwerk über eines der grössten Verbrechen der Menschheit.» (Timothy Snyder)


Lesung mit Jens Steiner

Lesung mit Jens Steiner

08.05.2019 15:00 Uhr - 08.05.2019 16:00Uhr
Veranstalter: PBZ Pestalozzi-Bibliothek Zürich

Der Autor Jens Steiner liest aus seinem Buch «Die Bratwurstzipfel-Detektive und das Geheimnis des Rollkoffers».

 

Für Kinder ab 8 Jahren.

Eintritt frei, Kollekte.

 

 

PBZ Bibliothek Schwamendingen

Winterthurerstrasse 531

8051 Zürich


Han Kang – Deine kalten Hände

Han Kang – Deine kalten Hände

13.05.2019 19:30 Uhr - 13.05.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Han Kangs Roman «Die Vegetarierin» beeindruckte 2016 Leser*innen weltweit und gewann den International Man Booker Prize. Auch in «Deine kalten Hände» (Aufbau Verlag 2019, aus dem Koreanischen von Kyong-Hae Flügel) greift die koreanische Autorin wiederum existentielle Themen auf. Im Zentrum ihres neuen Romans steht ein Bildhauer, der plötzlich verschwindet und nur sein Tagebuch und Gipsabdrücke von Körperteilen hinterlässt. Aus diesen Artefakten entwickelt sich eine kafkaeske Geschichte von der Suche nach «Wahrhaftigkeit», nach menschlicher Nähe und Liebe in einer Welt voller Masken. «Der Kern der Geschichte fesselt: Han Kangs in sich gefangene, eigentümlich entrückte Figuren, die wie Gespenster durch ihr eigenes Leben geistern» (Stern).


25. Autorenlesung mit Usama Al Shahmani

25. Autorenlesung mit Usama Al Shahmani

15.05.2019 17:30 Uhr - 15.05.2019 19:00Uhr
Veranstalter: PBZ Pestalozzi-Bibliothek Zürich

Der irakische Schriftsteller Usama Al Shahmani lebt seit vielen Jahren in der Schweiz. Am 15. Mai 2019 um 19:30 Uhr liest er in der der PBZ Bibliothek Altstetten aus seinem Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch».

 

«Es war ein schönes Gefühl, Arabisch zu hören im Wald. Es war also gar nicht so, dass die Natur stumm war, man musste sie nur ansprechen und ihr zuhören. Und die Bäume in der Fremde sprachen sogar arabisch, sagte ich mir und öffnete meine Arme. Im Irak war ich nie im Wald. Die Bilder von Bäumen und Wäldern in meinem Kopf stammen aus Geschichten, die mir meine Großmutter erzählte. Ich wuchs in Städten auf, in denen nur wenig Grünflächen anzutreffen sind. Abgesehen von privaten Gärten sieht man Bäume nur auf den Feldern außerhalb der Stadt.»

 

Usama Al Shahmanis Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» ist traurig und witzig – und ganz toll geschrieben. Die Ereignisse rund um den verschwundenen Bruder Ali stehen sinnbildlich für die Situation im Irak. Wie Usama Al Shahmani aus einer persönlichen Geschichte eine Geschichte über die Lebenssituation einer ganzen Republik macht, ist mutig und überzeugend, insbesondere weil er die Balance findet – er beschönigt nichts, sieht aber zugleich immer das Schöne.

2002 musste Usama Al Shahmani den Irak fluchtartig verlassen, weil er ein regimekritisches Theaterstück geschrieben hatte. Heute lebt er mit seiner Familie in Frauenfeld. Was bedeutet der plötzliche Abbruch eines gewohnten Lebens? Wie geht Ankommen in einem neuen Leben? Kommt er heute nach einem Besuch im Irak nach Hause oder in ein fremdes Land? Was möchte er denen sagen, die jetzt auf der Flucht sind? Usama Al Shahmani erzählt vom Leben unter Saddam, vom Krieg und von den schwierigen Nachkriegszeiten, vom Spagat zwischen Terror dort und Sicherheit und Frieden hier.

 

Die Lesung ist organisiert von Kultur48, der Kulturellen Kommission des Quartierverein Altstettens, und der PBZ Bibliothek Altstetten, unterstützt wird sie von der J.C. Schaffhauser AG.


Saša Stanišić – Herkunft

Saša Stanišić – Herkunft

22.05.2019 19:30 Uhr - 22.05.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Im Herbst 2017 begeisterte Saša Stanišić das Zürcher Publikum mit fulminanten Poetikvorlesungen, in denen es um seine Heimaten ging – in der Erinnerung und der Erfindung. Im Weiterdenken und Weiterschreiben ist daraus das Buch «Herkunft» entstanden, das diesen Frühling bei Luchterhand erscheint. «Herkunft» handelt davon, wie es ist, in Višegrad mit einer Schlange zu tanzen, in Heidelberg mit einem Kayak ins Schwimmbad zu gehen, in Oskoruša auf Drachen zu reiten. Es ist ein Buch über einen Urgrossvater, der Flösser war und nicht schwimmen konnte, und eine Urgrossmutter, die singen konnte wie eine Sirene. Die Toten sprechen in «Herkunft» (haben aber nicht viel zu sagen), und die Lebenden vergessen (sie hätten viel zu erzählen). Saša Stanišić liest und spricht mit Sebastian Meixner und Studierenden des Deutschen Seminars über sein Buch.