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Andrej Kurkow – Graue Bienen

Andrej Kurkow – Graue Bienen

10.09.2019 19:30 Uhr - 10.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Mit «Picknick auf dem Eis» gelang Andrej Kurkow 2000 ein Welterfolg, seither zählt der Ukrainer zu den bekanntesten Autoren seines Landes. Kurkows neuer Roman «Graue Bienen» (Diogenes 2019, aus dem Russischen von Johanna Marx und Sabine Grebing) spielt im Donbass, im Frontgebiet zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Separatisten. Seit drei Jahren herrscht Krieg, die Einwohner haben das Dorf verlassen, nur der Bienenzüchter Sergej ist geblieben. Eines Tages bricht auch Sergej auf: Er will seine Bienen zu einem alten Imkerfreund auf die Krim bringen, damit sie in Ruhe Nektar sammeln können. Sergejs Fahrt quer durch die Ukraine zeigt ein versehrtes Land und tiefe Gräben zwischen den Menschen. Heiter, nachdenklich, fast schon beiläufig erzählt Kurkow vom Versuch, am gewöhnlichen Leben festzuhalten, und von einem Krieg, der nach und nach jeden Teil des Alltags erobert.


Refresh Keller – junge Autor*innen denken Gottfried Keller neu

Refresh Keller – junge Autor*innen denken Gottfried Keller neu

15.09.2019 14:00 Uhr - 15.09.2019 19:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Sofalesungen sind öffentliche Lesungen in privaten Räumen. Sie finden in WG-Wohnzimmern, Ateliers, Hinterhöfen oder Schrebergärten statt. An diesem «Sofaspecial» wird das Sofa aber auf die Strasse getragen. Zum 200-Jahr-Jubiläum von Gottfried Keller haben das Literaturhaus Zürich und der Verein Sofalesungen jungen Schweizer Autor*innen den Auftrag gegeben, Gottfried Keller einem «Refreshment» zu unterziehen und seinen Geist in Zürich aufzuspüren. Auf zwei literarischen Stadtspaziergängen machen die Autor*innen mit ambulanten Kurzlesungen auf einem mobilen Sofa Halt und präsentieren ihre neu entstandenen Keller-Texte. Zum Abschluss gibt es ab 18:30 Uhr einen Apéro mit allen Beteiligten im Literaturhaus.

 

Die Spaziergänge beginnen um 14:00 Uhr und um 16:15 Uhr.

 


André Aciman – Fünf Lieben lang

André Aciman – Fünf Lieben lang

17.09.2019 19:30 Uhr - 17.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Mit «Ruf mich bei deinem Namen» gelang André Aciman 2007 der internationale Durchbruch. Der Literaturwissenschaftler und preisgekrönte Schriftsteller berührte durch die feinfühlige Darstellung einer intensiven Sommerliebe im Italien der 1980er Jahre. Paul, Protagonist von «Fünf Lieben lang» (dtv 2019, aus dem Englischen von Christiane Buchner), ist zwölf, als er sich zum ersten Mal verliebt. In insgesamt fünf Episoden werden die Leidenschaften Pauls – zu Nanni auf San Giustiniano, zu Maud in New York City… - dem Leser näher gebracht. Anachronistisch, gefühlsstark, intim – dies ist eine Geschichte der vielfältigen und allumfassenden Formen, die Liebe annehmen kann. «Eine Meisterklasse des Sinnlichen. Fesselnd, intelligent, unvergesslich.» (The Times Literary Supplement)


R.O. Kwon – Die Brandstifter

R.O. Kwon – Die Brandstifter

18.09.2019 19:30 Uhr - 18.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

R.O. Kwon wurde in Seoul geboren und wuchs in Los Angeles auf, sie schreibt für verschiedene amerikanische Tageszeitungen und Magazine. Ihr Debütroman «Die Brandstifter» (Liebeskind 2019, aus dem Englischen von Anke Caroline Burger) katapultierte sie 2018 an die Spitze der Bestsellerlisten und galt vielen Kritikern als eines der besten Bücher des Jahres. Kwon erzählt darin von der Beziehung zweier Menschen, von denen die eine – Phoebe – in den Bann einer radikalen christlichen Sekte gerät, und der andere – Will – zuschauen muss, wie sich diese Radikalisierung steigert bis hin zur Verübung eines Terrorakts. «Die Brandstifter» ist ein packender, dunkel schillernder Roman über Leben und Glauben in einer Welt, die uns zunehmend entgleitet.


Simone Lappert – Der Sprung

Simone Lappert – Der Sprung

19.09.2019 19:30 Uhr - 19.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

«Eigentlich springt sie nicht, sie macht einen Schritt ins Leere, setzt den Fuss in die Luft und lässt sich fallen, mit offenen Augen lässt sie sich fallen, will alles sehen auf dem Weg nach unten, alles sehen und hören und fühlen und riechen, denn sie wird nur einmal so fallen und sie will, dass es sich lohnt […]». Eine junge Frau steht auf einem Dach – wird sie springen, wird man sie auffangen können? Ausgehend vom titelgebenden «Der Sprung» (Diogenes 2019) erzählt Simone Lappert von mehreren Menschen, deren Schicksale sich in diesem Augenblick kreuzen, die den Halt verlieren – oder sich in eine nicht mehr für möglich gehaltene Freiheit stürzen. Mit Esprit, Sinnlichkeit und Humor erkundet die Autorin in ihrem zweiten Roman nach dem aufsehenerregenden Debüt «Wurfschatten» (2014) das fragile Gleichgewicht unserer Gegenwart.


Corinna T. Sievers und Jan Drees - Die Liebe umgehen

Corinna T. Sievers und Jan Drees - Die Liebe umgehen

23.09.2019 19:30 Uhr - 23.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

 

 

Wie es um die Liebe und das Begehren steht, wie Abhängigkeiten entstehen, wie Gefühle zu Sprache werden ist Thema dieses Abends: Corinna T. Sievers’ Roman «Vor der Flut» (Frankfurter Verlagsanstalt 2019) verhandelt auf radikale Weise, wie es ist, wenn man die Klaviatur der Konventionen beherrscht und diese verändern will. In Jan Drees’ Roman «Sandbergs Liebe» (Secession Verlag 2019) werden Abhängigkeiten auf so verstörende wie betörende Art dekliniert. Dass beide Romane Zahnärztinnen als Protagonistinnen haben, ist dabei vielleicht mehr als nur Anekdote. Im Gespräch mit Philipp Theisohn wird es um Oberflächen und Untiefen der Liebe gehen, aber auch um die Kunst, klug darüber zu schreiben.

 


Lesezirkel: Selva Almada – Sengender Wind

Lesezirkel: Selva Almada – Sengender Wind

24.09.2019 19:30 Uhr - 24.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Selva Almadas kurzer Roman «Sengender Wind» (Berenberg Verlag 2016, aus dem Spanischen von Christian Hansen) ist ein Juwel der argentinischen Literatur. Die 1973 geborene Autorin machte sich zuerst als Dichterin und Journalistin einen Namen (u.a. schrieb sie über Mädchenmorde in der argentinischen Provinz), bevor sie sich der Prosa zuwandte. Kammerspielartig und in einer luziden Sprache erzählt sie die Geschichte zweier Väter, die in der Weite Argentiniens aufeinandertreffen: ein evangelikaler Prediger mit übler Familiengeschichte, der mit seiner Tochter unterwegs ist, und ein heruntergekommener Schrottplatzbesitzer, der seinen Sohn alleine grosszieht. Zwischen den beiden entspannt sich ein erbitterter Zweikampf um die richtige Lebensführung und um die Zuneigung der Kinder. Am Ende einer Gewitternacht in der Pampa wird nichts mehr so sein wie vorher.

 

Alle, die das Buch gelesen haben, sind zur Diskussion herzlich eingeladen.

 

Eintritt frei

 


Pedro Badrán – Der Mann mit der magischen Kamera

Pedro Badrán – Der Mann mit der magischen Kamera

25.09.2019 19:30 Uhr - 25.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Pedro Badrán wuchs als Nachkomme palästinensisch-syrischer Einwanderer in Cartagena auf und lebt heute als freier Schriftsteller in Bogotá. Er gilt in der kolumbianischen Literatur als einer der herausragenden Vertreter der Post-García-Márquez-Generation, mit «Der Mann mit der magischen Kamera» (Edition 8 2019, aus dem Spanischen von Peter und Rainer Schultze-Kraft) liegt nun die erste deutsche Übersetzung vor. Badrán erzählt mit poetischer Sinnlichkeit die Geschichte eines vom Abriss bedrohten Hotels am Strand von Cartagena de Indias und all derer, die mit dem Hotel verbunden sind: Hippies, Ausländer, Künstler, gescheiterte Gestalten und Fans der mythischen Gestalt Tony Lafont, des Mannes mit der magischen Kamera, der verschwunden ist und auf dessen Rückkehr nun alle warten.


Thomas Hürlimann - Heimkehr

Thomas Hürlimann - Heimkehr

26.09.2019 20:00 Uhr - 26.09.2019 21:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, Kaufleuten Zürich

«Man sieht den Wegen im Abendlicht an, dass es Heimwege sind.» - Thomas Hürlimann zitiert Robert Walser und wir erkennen, dass sein grosses, umfassendes Buch «Heimkehr» (S. Fischer 2018) sein Lebensbuch ist. Der erste Roman seit «Vierzig Rosen» erzählt die Geschichte eines Mannes namens Heinrich Übel, der nach einem Unfall in der Schweiz in ein neues Dasein in Sizilien katapultiert wird. Er weiss, wer er ist, aber er hat keine Ahnung, wie er da hin gekommen ist.

 

Thomas Hürlimann gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des Landes und hat unzählige Preise erhalten. Sein Werk wurde in über 20 Sprachen übersetzt. Er befasst sich mit Religion und Nietzsche, Leben und Tod. Wer Thomas Hürlimanns Lebensgeschichte kennt, weiss, dass er dem Wissen um Vergänglichkeit mit tiefem Verständnis und dem ihm eigenen Humor begegnet.


Adolf Muschg und die ETH – ein Abend anlässlich des 85. Geburtstags

Adolf Muschg und die ETH – ein Abend anlässlich des 85. Geburtstags

27.09.2019 19:00 Uhr - 27.09.2019 20:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, ETH Zürich

Von 1970 bis 1999 wirkte Adolf Muschg als Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der ETH Zürich. In dieser Zeit prägte er die Hochschule als Wissenschaftler, aber auch als Schriftsteller. Massgeblich war er an der Gründung des Max Frisch-Archivs beteiligt, zahlreiche Autorinnen und Autoren durchliefen seine legendären Schreibseminare. Als erster Leiter des Collegium Helveticum setzte er sich aktiv für den Dialog zwischen den Wissenschaften ein. Anlässlich des 85. Geburtstags, den Adolf Muschg in diesem Jahr feierte, ist er zu Gast an seiner früheren Wirkungsstätte. In einem öffentlichen Gespräch mit Andreas Kilcher, Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft, und Tobias Amslinger, Leiter Max Frisch-Archiv, erinnert er sich an sein akademisches Leben zwischen den Disziplinen.


Internationaler Übersetzertag / Ces Voisins inconnus: Lyrik Speed Dating mit Lydia Dimitrow und Matthias Göritz

Internationaler Übersetzertag / Ces Voisins inconnus: Lyrik Speed Dating mit Lydia Dimitrow und Matthias Göritz

30.09.2019 19:30 Uhr - 30.09.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Am 30. September, dem Hieronymustag, wird der Internationale Übersetzertag gefeiert. Wir feiern mit und laden alle ein, selber übersetzend tätig zu werden! Lydia Dimitrow hat verschiedene Westschweizer Autor*innen ins Deutsche übertragen (Joseph Incardona, Bruno Pellegrino, Isabelle Flükiger) und vermittelt anschaulich, wie leidenschaftlich und faszinierend Übersetzen sein kann. Mit dem «Lyrik Speed Dating» hat sie ein spielerisch-kreatives Format entwickelt, in dem sich jede und jeder an der Übersetzung eines Gedichtes erproben kann. Es geht (wie beim Speed-Dating) um erste Eindrücke, die Suche nach dem Wesentlichen, Lauten und Leisen. Mit Zeit-Limit, denn in der Kürze liegt die Würze! Im Anschluss unterhält sie sich mit dem Lyriker und Übersetzer Matthias Göritz über das Übertragen von Gedichten und die Herausforderungen, die sich dabei den Übersetzer*innen stellen.


Unruhe über Mittag: Frauenstreik 2019 – und jetzt?

Unruhe über Mittag: Frauenstreik 2019 – und jetzt?

01.10.2019 12:15 Uhr - 01.10.2019 13:15Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Am 14. Juni 2019 sind in Zürich fast 100'000 Frauen auf die Strasse gegangen, um für ihre Rechte zu kämpfen und darauf hinzuweisen, dass in vielen Bereichen die Gleichstellung nicht erreicht ist. Zahlreiche Männer waren übrigens auch dabei. Das war die grösste Demonstration seit der Frauendemo 1991. Die Frage, die sich jetzt stellt ist: Was nun? Welche Anliegen können umgesetzt werden, wie, bis wann? Und in welchen Bereichen hat sich die Schweiz seit 1991 kaum verändert? Im Gespräch mit Gesa Schneider wird die Autorin Gina Bucher ihr Projekt «Die Wütigen» vorstellen, in welchen sie zusammen mit der Fotografin Mara Truog Frauen portraitiert, die sich nicht mit dem Status quo abfinden. Die Namen der weiteren Gäste sind ab Mitte August hier zu finden.


«Ces Voisins inconnus»: S. Corinna Bille und Maurice Chappaz – Ich werde das Land durchwandern, das du bist

«Ces Voisins inconnus»: S. Corinna Bille und Maurice Chappaz – Ich werde das Land durchwandern, das du bist

02.10.2019 19:30 Uhr - 02.10.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

S. Corinna Bille und Maurice Chappaz waren ein Liebespaar, ein Schriftstellerpaar und später Eltern von drei Kindern. Um sich jeder ein eigenes Leben zu bewahren, entschieden sie sich für die Nähe auf Distanz, wohnten meist getrennt oder waren viel auf Reisen. Aus diesen häufigen Trennungen entstand ein umfassender Briefwechsel, fast vom Tag ihrer ersten Begegnung 1942 an bis zum Tod von Corinna Bille im Jahr 1979. Auszüge aus diesen faszinierenden Texten erscheinen nun erstmals auf Deutsch: «Ich werde das Land durchwandern, das du bist. Briefwechsel 1942-1979» (Edition Blau 2019). Die Herausgeberin und Übersetzerin aus dem Französischen, Lis Künzli, führt in das Werk ein, die Schauspieler*innen Regula Imboden, Isabelle Menke und Yves Raeber lesen ausgewählte Briefe auf Französisch und Deutsch.


«Cari Vicini»: Tessiner Spiegelungen mit Klaus Merz

«Cari Vicini»: Tessiner Spiegelungen mit Klaus Merz

05.10.2019 16:30 Uhr - 05.10.2019 18:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Seit 2003 lädt das Literaturhaus in der Reihe «Cari Vicini» regelmässig zu Lesungen mit Deutschschweizer Autor*innen im Tessin ein. Wir freuen uns sehr, dass wir ab Herbst eine neue Partnerschaft auf der Achse Zürich-Lugano eröffnen können – und zwar mit der neu gegründeten Casa della Letteratura per la Svizzera italiana! Der erste deutsch-italienische Luganeser Abend ist Klaus Merz gewidmet, und zwar der Bandbreite seines Werkes: von der wunderbar feinen Erzählung «Jakob schläft» (ins Italienische übersetzt von Donata Berra, «Jakob dorme», Marcos y Marcos 1998) über die poetischen Miniaturen «Löwen Löwen. Venetianische Spiegelungen» (Haymon 2004) bis zum zuletzt erschienen Band «firma» (Haymon 2019), der in lyrischer Prosa eine Firmensaga und zugleich eine poetische Inventarisierung der Welt entwickelt.


Petina Gappah – Aus der Dunkelheit strahlendes Licht

Petina Gappah – Aus der Dunkelheit strahlendes Licht

07.10.2019 19:30 Uhr - 07.10.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Petina Gappah ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Simbabwes, ihre Romane und Erzählungen wurden vielfach ausgezeichnet. Und sie ist Anwältin für internationales Handelsrecht, derzeit arbeitet sie für Simbabwes Regierung als Handelsberaterin. Ihr aktueller Roman «Aus der Dunkelheit strahlendes Licht» (S. Fischer 2019, aus dem Englischen von Anette Grube) entstand aus ihrer Faszination für den schottischen Missionar und Afrikaforscher David Livingstone und denkt sein Leben in der Fiktion weiter: Als Livingstone 1873 auf der Suche nach den Nilquellen stirbt, will seine treue Gefolgschaft seinen Leichnam in seine Heimat zurückbringen. 69 Gefährten machen sich auf den wagemutigen Weg, ihn quer durch Afrika zu tragen, angeführt von einer jungen Frau – Halima, Livingstones scharfzüngiger Köchin.


Buchpremiere: Ilma Rakusa – Mein Alphabet

Buchpremiere: Ilma Rakusa – Mein Alphabet

15.10.2019 19:30 Uhr - 15.10.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Was macht ein Leben aus? Wie fasst man es in eine Form und macht das Wichtige greifbar? Zu jedem Buchstaben des Alphabets hat Ilma Rakusa Beiträge verfasst, von A wie «Anders» bis Z wie «Zaun», changierend zwischen Prosa, Gedicht und Gespräch. Sehr persönlich erzählt sie über ihr bewegtes Leben: über Werk, Weltsicht und Weggefährten, Reisen und die schönen Künste, Familie und Kindheit. Ilma Rakusa spricht über Dinge, die für uns alle bedeutsam sind und mit denen wir uns ein Leben lang auseinandersetzen: Freundschaft, Angst, Alter oder Zärtlichkeit. Zusammen mit der Autorin wollen wir an dieser Buchpremiere «querfeldein» «flanieren», «Haut» und «Haare» riskieren, über «Japan», «Joghurt» und «Interpunktion» sinnieren, uns nach «Meer» sehnen und gemeinsam staunen: «Oh»!


Hanne Ørstavik – Die Zeit, die es dauert

Hanne Ørstavik – Die Zeit, die es dauert

21.10.2019 19:30 Uhr - 21.10.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

 

 

In Hanne Ørstaviks Büchern ist alles drin, was die zeitgenössische norwegische Literatur auszeichnet: Einsamkeit, Sehnsucht, Selbsterforschung, Leidenschaft. Nur wenige vermögen zitternde Wut, brennende Intensität und zärtliches Verständnis in einer so klaren Sprache auszudrücken wie sie, ihre Bücher wurden auch von der deutschen Presse als kleine Wunderwerke gefeiert. «Die Zeit, die es dauert» (Karl Rauch Verlag 2019, aus dem Norwegischen von Andreas Donat) schliesst eine Trilogie von drei Romanen ab, die sich mit dem Erzählen von Zeit und der Suche nach Liebe befassen: Signe ist 30 Jahre alt und mit Ehemann und Kind aufs Land gezogen. Es ist kurz vor Weihnachten, und die drei planen, zum ersten Mal allein zu feiern. Aber dann kommen Signes Eltern und ihr Bruder zu Besuch, und mit ihnen drängt Vergangenes mit aller Macht in die Gegenwart.

 

«Dieses ergreifende Buch von 120 Seiten erreicht uns mit einer Verspätung von zwanzig Jahren. Aber freuen wir uns, dass es überhaupt kommt. Es ist nämlich meisterlich.» (Die Neue Zürcher Zeitung über Ørstaviks frühen Roman «Liebe», der 2017 auf Deutsch erschien)


Jill Lepore – Diese Wahrheiten. Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika

Jill Lepore – Diese Wahrheiten. Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika

23.10.2019 19:00 Uhr - 23.10.2019 20:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Die Historikerin Jill Lepore ist Professorin an der Harvard Universität und Staff Writer des Magazins «The New Yorker». Sie hat zahlreiche Preise für ihre Bücher erhalten, ihr Opus magnum «These Truths» stand wochenlang auf den amerikanischen Bestsellerlisten. Es geht in «Diese Wahrheiten» (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C.H. Beck, 2019, aus dem Amerikanischen von Werner Roller) auf über 1000 Seiten um die Geschichte der USA von ihren Anfängen bis zur heutigen Weltmacht. «Eine Nation, die im Widerspruch mit sich selbst geboren wurde, wird für immer um den Sinn ihrer Geschichte kämpfen». Jill Lepore hat das Buch der Stunde geschrieben, um unsere Gegenwart zu verstehen. Elisabeth Bronfen wird sich mit der Autorin über ihr Portrait einer Nation und ihr Plädoyer für das liberale Amerika unterhalten.


Schweizer Buchpreis 2019 – Lesung der Nominierten

Schweizer Buchpreis 2019 – Lesung der Nominierten

25.10.2019 20:00 Uhr - 25.10.2019 21:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Welches sind die radikalsten, poetischsten, schönsten oder vielschichtigsten Werke des Schweizer Buchjahres 2019? Der Schweizer Buchpreis, der zum zwölften Mal im November in Basel verliehen wird, hat sich als wichtigste literarische Auszeichnung der Deutschschweiz etabliert und findet über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. Er macht auf die herausragenden Bücher des Jahres aufmerksam und stellt deren Autorinnen und Autoren einer interessierten Öffentlichkeit vor. Die fünf Nominierten (die Namen finden Sie ab 17. September auf www.literaturhaus.ch) lesen im Literaturhaus aus ihren Werken und sprechen mit Isabelle Vonlanthen und Martin Zingg über ihre Bücher und ihr Schreiben.


Buchpremiere: Dieter Zwicky – Los Alamos ist winzig

Buchpremiere: Dieter Zwicky – Los Alamos ist winzig

26.10.2019 18:00 Uhr - 26.10.2019 19:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Dieter Zwicky ist der Beckett unter den Schweizer Autoren, seine Sätze sind Ereignisse, seine assoziationsreichen Texte Abenteuerreisen. Für die Erzählung «Los Alamos ist winzig» (Verlag pudelundpinscher 2019) erhielt er 2016 beim Klagenfurter Wettlesen den Kelag-Preis. In der hitzeflirrenden Wüstenstadt Los Alamos versammelt sich ein schillerndes Figurenensemble, jede/r erzählt sein je eigenes Los Alamos, oder fantasiert es sich entzwei. Einige hoch bemerkenswerte Vorkommnisse sind zu verzeichnen: Chardonnay-Euphorien im Abendwind, die Landung eines Nuntius im Fesselballon, Reminiszenzen an eine stramme Kindheit in Liechtenstein. Dieter Zwicky lässt die Sprache wetterleuchten über einer Stadt, zu der nur ein Weg führt: Lesen und Wiederlesen.


We Are Not Numbers – junge Stimmen aus Gaza, mit Basman Derawi und Malak Mattar

We Are Not Numbers – junge Stimmen aus Gaza, mit Basman Derawi und Malak Mattar

26.10.2019 20:00 Uhr - 26.10.2019 21:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

«Die Welt spinnt», «Ich möcht Gaza mögen, es geht aber nicht», «Hoffnung»: Unter diesen drei Kapitelüberschriften versammelt der Band «We are not numbers» (Lenos Verlag 2019, aus dem Englischen von Lorenz Oehler) Bilder und Gedichte von jungen Menschen aus Gaza. Sie berichten vom Leben unter der Besatzung, von den Nöten und Freuden des Alltags, von ihrer Wut und ihren Träumen. Das Projekt wurde 2015 von der amerikanischen Journalistin Pam Bailey initiiert, die Autor*innen schreiben auf Englisch für den gleichnamigen Blog und erhalten dabei ein Mentoring durch erfahrene Journalist *innen. Malak Mattar ist in Gaza geboren, sie begann 2014 mit dem Malen und lebt derzeit in Istanbul, wo sie dank eines Stipendiums studieren kann. Basman Derawi kam mit zwei Jahren nach Gaza, er arbeitet als Physiotherapeut für das Gesundheitsministerium.


Literatur und Musik: Nicht mehr die Deine – Abschiedsbriefe von Frauen, mit Hannelore Hoger

Literatur und Musik: Nicht mehr die Deine – Abschiedsbriefe von Frauen, mit Hannelore Hoger

27.10.2019 11:15 Uhr - 27.10.2019 12:45Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Man sieht es ihnen nicht an. Nicht die Wucht, und schon gar nicht die Macht, das Leben des Adressaten auszuhebeln: Abschiedsbriefe von Frauen verbergen viel unter dem sauberen Couvert, der sachlichen Betreffzeile, womit sie sich an ihren Leser richten. Mal erzählen die Briefe vom Verlassen, mal vom Verlassen werden. Immer aber handeln sie auch von den Lügen im Namen der Liebe: «...willst du die Wahrheit, die ganze Wahrheit? Okay.», schreibt Autorin Sandrine Fabbri an X. Ihre letzten Liebesworte sowie die anderer Frauen stellte Sibylle Berg zur Anthologie «Und ich dachte, es sei Liebe» zusammen. Schauspielerin Hannelore Hoger wird die bittersüssen bis höllisch scharfen Zeilen lesen, kommentiert von Musik der Komponistinnen Sofia Gubaidulina, Galina Ustwolskaja und Dabrinka Tabakova.


Sofa-Special bei «Zürich liest» mit Basrie Sakiri-Murati, Karl Rühmann und Usama Al Shahmani

Sofa-Special bei «Zürich liest» mit Basrie Sakiri-Murati, Karl Rühmann und Usama Al Shahmani

27.10.2019 17:00 Uhr - 27.10.2019 18:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Sofalesungen sind öffentliche Lesungen in privaten Räumen. Sie finden in WG-Wohnzimmern, Ateliers, Hinterhöfen oder Schrebergärten statt, sind persönlich, originell und unkonventionell. Im Rahmen von «Zürich liest» sind gleich drei Sofas besetzt: Zwei Debütromane und ein Tagebuch behandeln das Thema «Ankommen und Dazugehören in der Schweiz». Basrie Sakiri-Murati beschreibt in ihrem zweiteiligen Tagebuch «Bleibende Spuren – Mein Weg vom Kosovo in die Schweiz» (Rotpunktverlag 2019), wie ihre politische Aktivität als Jugendliche ihr ganzes Leben veränderte. Usama Al Shahmani erzählt in «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch» (Limmat 2018) von seiner Ankunft in der Schweiz und dem zeitgleichen Verschwinden seines Bruders in Bagdad. Und der heute in Zürich lebende Karl Rühmann versetzt sich in «Glasmurmeln, ziegelrot» (Rüffer & Rub 2018) in die Fantasiewelt eines Kindes, um die aufgeladene Zeit des Kalten Krieges in Jugoslawien darzustellen.


Polen gestern und heute – Andrzej Stasiuk, Monika Sznajderman

Polen gestern und heute – Andrzej Stasiuk, Monika Sznajderman

30.10.2019 19:30 Uhr - 30.10.2019 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Andrzej Stasiuk gehört zu den bekanntesten polnischen Autoren. In vielen seiner Bücher befasst er sich mit der kulturellen und autobiographischen Vermessung Osteuropas von seinen Rändern her – zuletzt in «Der Osten» (Suhrkamp 2019). Monika Sznajderman erzählt in «Die Pfefferfälscher» (Suhrkamp 2018) die Geschichte ihrer polnisch-jüdischen Familie und ihres Vaters, der Majdanek, Auschwitz und mörderische Fluchten auf wundersame Weise überlebte. Zusammen haben die beiden den Verlag «Czarne» gegründet, der seit vielen Jahren in einer Kleinstadt im südöstlichen Polen die spannendsten mitteleuropäischen Autor*innen publiziert. Wir unterhalten uns mit ihnen über ihre Bücher, die Entdeckung Polens von der Peripherie her und die Bezüge zwischen Geschichte und Gegenwart.


Salman Rushdie

Salman Rushdie

16.11.2019 20:00 Uhr - 16.11.2019 21:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, Kaufleuten Zürich

Salman Rushdies Roman „Mitternachtskinder“, für den er mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet wurde, war ein Weckruf für die Literatur; er verhalf Rushdie zu Weltruhm. Mit seinen insgesamt 13 Romanen, darunter „Des Mauren letzter Seufzer“, „Die satanischen Verse“ und zuletzt dem zeitkritischen „Golden House“ gehört er heute zu den Popstars der Weltliteratur („Gebt Rushdie den Nobelpreis!“ FAZ).

 

In seinem neuen Buch nimmt Rushdie Quichottes Abenteuer mit in unsere verrückte Gegenwart: „Quichotte“ ist eine mitreissende Road-Novel - und zugleich ein brillantes Spiel mit Cervantes‘ „Don Quijote“. Anlässlich seiner Lesereise kommt Salman Rushdie im November nach langer Zeit wieder zu einem exklusiven Auftritt nach Zürich.