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Johanna Lier – Wie die Milch aus dem Schaf kommt

Johanna Lier – Wie die Milch aus dem Schaf kommt

23.01.2020 19:30 Uhr - 23.01.2020 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Johanna Lier lebt als Autorin, Dichterin, freie Journalistin, Sprachkünstlerin in Zürich, von wo sie immer wieder aufbricht. Ihr zweiter Roman «Wie die Milch aus dem Schaf kommt» (Verlag die brotsuppe 2019) führt in einem weiten Bogen und mit grosser erzählerischer Verve unterschiedliche Räume, Zeiten und Schicksale zusammen: Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte fährt Selma in den Osten, von wo ihre jüdischen Vorfahren einst aufgebrochen sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie fährt nach Jaffa in Israel, wo eine aus der Schweiz weggewiesene Freundin sich ihr Leben neu aufbaut. Sie lässt eine alte Liebe zurück und findet eine neue. Mit Selmas Erzählung ist eine zweite Geschichte verflochten: Jene der schwarzen Hannah, die vor vielen Generationen aus dem chassidischen Galizien in die Ostschweiz kam und hier die erste Nudelfabrik gründete.


Literatur und Musik: E.T.A. Hoffmann, Robert Schumann

Literatur und Musik: E.T.A. Hoffmann, Robert Schumann

26.01.2020 11:15 Uhr - 26.01.2020 13:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, Tonhalle-Orchester-Zürich

Nachtschatten und Phantasmen: E.T.A. Hoffmann als Komponist und Autor

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann war tagsüber ein tüchtiger Jurist in preussischen Diensten. Aber des Nachts verwandelte er sich in einen Schriftsteller, Maler, Trunkenbold, Zeichner, Musikkritiker – und vor allem auch in einen hervorragenden Komponisten. Obwohl gründlich von Mozart, Beethoven und Schubert inspiriert, bieten Hoffmanns Partituren ein Mass an virtuoser Exzentrik, die sich neben seinen literarischen Werken nicht zu verstecken braucht. E.T.A. Hoffmann war wohl schlicht das grösste Multitalent der deutschen Romantik.

 

E.T.A. Hoffmann: "Grand Trio" E-Dur für Klavier, Violine und Violoncello

Robert Schumann: "Vier Fantasiestücke" op. 88 für Klaviertrio

Lesung aus E.T.A. Hoffmann: "Der Sandmann"

 

Ort: Millers, Seefeldstrasse 225, 8008 Zürich


Friedrich Hölderlin – Dichter sein. Unbedingt!

27.01.2020 19:00 Uhr - 27.01.2020 20:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, ARTE

Anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Hölderlin am 25. März 2020 hat der Fernsehsender ARTE einen Dokumentarfilm über den Dichter und seine Zeit produziert. Und da ARTE Kulturpartner des Literaturhauses ist, können wir den Film noch vor der regulären Ausstrahlung als Vorpremiere zeigen: «Dichter sein. Unbedingt!» von Hedwig Schmutte und Rolf Lambert (ARTE/SWR 2019, 52 Min) montiert Spielszenen und Aufnahmen von Originalschauplätzen mit Kommentaren namhafter Literaturexperten. Entlang von Hölderlins zentralen Lebensstationen und vor dem Hintergrund der historischen Umwälzungen seiner Zeit rekonstruiert der Film den kompromisslosen Lebensweg eines ebenso talentierten wie sensiblen jungen Mannes, der mit seiner Sprache die Grenzen der Literatur zu sprengen droht.

 

Ein Projekt des Netzwerks der deutschsprachigen Literaturhäuser, in Zusammenarbeit mit unserem Kulturpartner ARTE.

 

Der Film wird auf ARTE am 25. März, 22:00 Uhr gezeigt,


Maaza Mengiste – Unter den Augen des Löwen

Maaza Mengiste – Unter den Augen des Löwen

30.01.2020 19:30 Uhr - 30.01.2020 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, Stiftung PWG

Der historische Roman «Unter den Augen des Löwen» (aus dem Englischen von Andreas Jandl, Wunderhorn 2013) spielt in Addis Abeba in einer Zeit des politischen Umbruchs, nämlich des Untergangs des altehrwürdigen Kaiserreiches mit dem Sturz des letzten Kaisers Haile Selassie I. Maaza Mengiste schildert eindrücklich, wie in einem von Autoritarismus und religiösem Fatalismus durchtränkten Land mit dem Kopf des Königs auch die moralischen Gewissheiten fallen. An diesem Abend wird sie sich mit Blas Ulibarri aber auch über ihren neuen, noch nicht auf Deutsch erschienenen Roman «The Shadow King» (Norton 2019) unterhalten, der während der Zeit des Einmarschs Mussolinis in Äthiopien spielt. «A brilliant novel, lyrically lifting history towards myth.» (Salman Rushdie)

 

Maaza Mengiste wurde 1971 in Addis Abeba geboren und flüchtete im Alter von vier Jahren mit ihrer Familie vor der Äthiopischen Revolution. Den Rest ihrer Kindheit verbrachte sie in Nigeria, Kenia und den USA. Sie ist Gastprofessorin für Creative Writing an der City University of New York und an der Princeton University und schreibt regelmässig für die «New York Times», «The Guardian» und «Lettre International».

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.

 

Ein Projekt von Literaturhaus Zürich und Stiftung PWG, mit Unterstützung von Stadt und Kanton. Mehr Informationen auf www.writers-in-residence.ch


Schreibwettbewerb 2019 – Lesung der Gewinner*innen

Schreibwettbewerb 2019 – Lesung der Gewinner*innen

31.01.2020 19:30 Uhr - 31.01.2020 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

2019 stand der Schreibwettbewerb des Literaturhauses im Zeichen der Zahlen: Zahlen begleiten uns Tag für Tag durchs Leben – beim Zählen und Rechnen, beim Blick auf die Uhr, in der Erinnerung an ganz bestimmte Tage und Jahre, als Zukunftsprophezeiungen, als Listen und Hierarchien, mathematische Formeln und Algorithmen. Und natürlich haben sie oft auch eine symbolische Bedeutung. Das Interesse war gross, pro Monat erreichten uns teils bis zu hundert Beiträge, aus denen die Jury die zwölf prägnantesten, stilsichersten, überraschendsten ausgesucht hat. Die prämierten Texte werden an diesem Abend erstmals vor Publikum gelesen, und wir feiern die Buchpremiere der dazugehörigen Anthologie «Texte des Monats 2019».

 

Wir danken unserer Partnerin, der Zürcher Kantonalbank, herzlich für die Unterstützung von Lesung und Anthologie!


Sofalesung mit Giuliano Musio - Wirbellos

Sofalesung mit Giuliano Musio - Wirbellos

02.02.2020 17:00 Uhr - 02.02.2020 18:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich, Sofalesungen

Sofalesungen sind öffentliche Lesungen in privaten Räumen. Sie finden in WG-Wohnzimmern, Ateliers, Hinterhöfen oder Schrebergärten statt. Im Februar ist der Berner Autor Giuliano Musio mit seinem zweiten Roman «Wirbellos» (Luftschacht 2019) auf einem Zürcher Sofa zu Gast. Worum es geht? Wirbellos sind nicht nur die Tiere, denen der seit kurzem in Bern wohnhafte Martin Schwammer in seinen Träumen begegnet. Auch er ist rückgratlos und steht nicht dazu, dass ein Mann durch sein Verschulden pflegebedürftig geworden ist. Geplagt von Schuldgefühlen inszeniert Martin ein Treffen mit dessen Tochter Valerie, gibt vor, sich von ihr angezogen zu fühlen, und verliert sich dabei immer mehr in seinem Netz aus Lügen. Und wer weiss, vielleicht ist es auch gelogen, dass Bern auf einmal direkt am Mittelmeer liegt?

 

Sofalesungen werden ermöglicht durch Engagement Migros, Ernst Göhner Stiftung, Sulger Stiftung, den Kanton Zürich und die Stadt Zürich.


Teppich: Daniela Bär

Teppich: Daniela Bär

03.02.2020 19:00 Uhr - 03.02.2020 20:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

«Teppich», das heisst: Autorinnen und Autoren laden Autoren und Autorinnen ein, um mit einem interessierten Publikum über Texte, Literatur und das Schreiben zu diskutieren. Durch diese Gespräche, die sich nicht in Zustimmung oder Ablehnung erschöpfen, wird eine höhere Genauigkeit im Umgang mit Literatur ermöglicht – seies beim Schreiben oder beim Lesen. Zu den Schreibenden werden weitere Schriftsteller*innen eingeladen, die sich auf den Text vorbereiten und ihn mit dem Publikum zusammen diskutieren. Daniela Bär lebt und schreibt seit 1989 meistens in Zürich. Als freie Autorin publiziert sie vorwiegend Reportagen, Essays und literarische Kurzformen. 2017 gewann sie den OpenNet-Preis der Solothurner Literaturtage, 2019 arbeitete sie im Rahmen des Mentorat-Systems double (Migros-Kulturprozent) mit Michael Fehr an kürzeren und längeren Prosatexten.

 

Partner: Eine Veranstaltungsreihe der Gruppe NETZ, mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

 


Found in translation: Petina Gappah und Patricia Klobusiczky

Found in translation: Petina Gappah und Patricia Klobusiczky

22.02.2020 11:00 Uhr - 22.02.2020 12:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Wie kommt Harare nach Berlin? Ein Gespräch mit der Autorin Petina Gappah und ihrer Übersetzerin Patricia Klobusiczky. Moderation: Sieglinde Geisel.

 

Petina Gappah stammt aus Simbabwe, wuchs zwischen den Sprachen Shona und Englisch auf, arbeitet als Juristin und Journalistin und schreibt Kurzgeschichten und Romane auf Englisch. Von den menschlichen Schicksalen in den Townships und Reichenvierteln der Gegenwart bis hin zur fiktionalisierten Abenteuerreise David Livingstones im 19. Jahrhundert im zuletzt von ihr erschienenen «Out of Darkness, Shining Light» (2019; die deutsche Übersetzung von Anette Grube erschien unter dem Titel «Aus der Dunkelheit strahlendes Licht»​​​​​​​), stellt sie in ihren Büchern die komplexen Beziehungen zwischen Menschen, Politik und der Geschichte des südlichen Afrikas ins Zentrum. Sie gilt als eine der international erfolgreichsten Autorinnen ihres Landes und als eine der aufregendsten afropolitanischen Stimmen der Gegenwart

 

Patricia Klobusiczky ist Literaturübersetzerin aus dem Französischen und Englischen und Vorsitzende des Verbands deutscher Literaturübersetzer (VdÜ). Sie hat u.a. Petina Gappahs Debüt, die Kurzgeschichtensammlung «​​​​​​​An Elegy for Easterly»​​​​​​​​​​​​​​ (2009; dt. 2020 unter dem Titel «Im Herzen des Goldenen Dreiecks») und ihren Roman «​​​​​​​Book of Memory» (2015; dt. 2016 unter dem Titel «​​​​​​​​​​​​​​Die Farben des Nachtfalters») ins Deutsche übersetzt.

 

Im Gespräch geben sie Einblick in ihre Zusammenarbeit, erörtern Fragen zur Übertragung sprachlicher und kultureller Eigenheiten und sprechen darüber, wie die mit feinem Sinn für Humor und für menschliche Unzulänglichkeiten gezeichneten Charaktere ins Deutsche gebracht werden können.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Übersetzerhaus Looren.

 

Das Gespräch findet auf Englsch statt.


Wer entscheidet, was wir lesen? Ellah Wakatama Allfrey und Lucien Leitess

Wer entscheidet, was wir lesen? Ellah Wakatama Allfrey und Lucien Leitess

22.02.2020 13:30 Uhr - 22.02.2020 15:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Ein Gespräch mit zwei Verleger*innen afrikanischer Literatur. Moderation: Patricia Klobusiczky.

 

Ellah Wakatama Allfrey wuchs in Simbabwe und den USA auf und lebt heute in London, sie ist ehemalige stellvertretende Chefredakteurin des Granta Magazins und Herausgeberin der Anthologie «Africa 39». 2011 wurde sie für ihre Dienste für das Verlagswesen mit dem Orden des Britischen Empire ausgezeichnet. 2017 gründete sie in London den Verlag Indigo Press, der herausragende Literatur aus Afrika publiziert.

 

Lucien Leitess gründete 1975 den Zürcher Unionsverlag, afrikanische Literatur bildet einen Schwerpunkt im Verlagsprogramm: Im Unionsverlag erschienen sowohl klassische Werke wie auch zeitgenössische Bücher (u.a. von Zakes Mda, Sefi Atta, Ken Bugul, Maryse Condé, Mia Couto). 2015 wurde Leitess vom Branchenmagazin «Buchmarkt» als «Verleger des Jahres» ausgezeichnet, 2017 wurde ihm der Kulturpreis des Kantons Zürich verliehen.

 

Im Gespräch mit der Übersetzerin Patricia Klobusiczky unterhalten sich die beiden über ihre langjährige verlegererische Tätigkeit und die Fragen, die sie dabei umtreiben. Und darüber, ob es überhaupt eine «afrikanische» Literatur gibt und welche Erwartungshaltungen, Rezeptionsgeschichen, Innen- und Aussenbeschreibungen dabei eine Rolle spielen.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Der lange Weg zurück nach Hause: Thando Mgqolozana und Niq Mhlongo

Der lange Weg zurück nach Hause: Thando Mgqolozana und Niq Mhlongo

22.02.2020 15:30 Uhr - 22.02.2020 17:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Lesung und Gespräch. Moderation: Monika Schärer, deutsche Lesung: Thomas Douglas.

 

Thando Mgqolozana (*1983) ist ein südafrikanischer Romanautor. Sein Werk umfasst die Titel «A Man Who is Not a Man» (University Of KwaZulu-Natal Press 2009), «Hear Me Alone» (Jacana Media 2011) und «Unimportance» (Jacana 2014). Mgqolozana wurde 2016 zu einem der 100 einflussreichsten Afrikaner*innen gewählt. Er schrieb als Co-Autor das Drehbuch für «Inxeba: The Wound» (2018), einen bahnbrechenden Oscar-nominierten Film und ist Mitbegründer des Abantu Book Festival, welches jährlich in Soweto stattfindet. Das Festival bietet schwarzen Autor*innen und Leser*innen eine Bühne und ist zu einem wichtigen Bestandteli der südafrikanischen Literaturlandschaft geworden.

 

Niq Mhlongo (*1973 in Soweto) ist Journalist und Schriftsteller. Er studierte Afrikanische Literatur und Politikwissenschaften an der University of the Witwatersrand in Johannesburg. Nach den Romanen «Dog eat Dog» und «After Years» erschien 2015 mit «Way Back Home» sein erster Roman auf Deutsch, danach erschienen weitere Erzählbände, in denen Mhlongo voller Drive und Energie und zugleich sehr vielschichtig die südfrikanischen Gesellschaftsverhältnisse ins Visier nimmt («Affluenza» und «Soweto, under the Apricot Tree»). 2002 ist Niq Mhlongo Gast des renommierten Künstlerprogramms DAAD in Berlin.

 

Die beiden Autoren lesen aus ihrem Werk und unterhalten sich über ihre Auseinandersetzung mit Soweto, die Rückeroberung der eigenen Geschichte und die Entwicklungen der Post-Apartheid-Zeit.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Kaboom! African Superhero: Loyiso Mkize, Lisa Roulet und Raffaele Perniola

Kaboom! African Superhero: Loyiso Mkize, Lisa Roulet und Raffaele Perniola

22.02.2020 17:30 Uhr - 22.02.2020 19:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Loyiso Mkize spricht über seine Graphic Novel «Kwezi», Lisa Roulet und Raffaele Perniola erzählen von der Tradition des afrikanischen Superhelden-Comic. Moderation: Antonio Uribe.

 

In den letzten Jahren haben sich Graphic Novels als spannende und eigenständige literarische Form etabliert. Wie steht es um die afrikanischen Comic-Kulturen? Dieser Frage widmet sich der facettenreiche Band «Kaboom! Von Stereotypen und Superhelden – afrikanische Comics und Comics zu Afrika» der Basler Afrika Bibliographien. In einem der Kapitel erörtern Lisa Roulet und Raffaele Perniola das Genre des afrikanischen Superheldencomis und das Boomen von Afrofuturismus, wie es zum Beispiel anhand des international erfolgreichen Marvel-Kassenschlagers «Black Panther» sichtbar wurde. Ein solcher Superhelden-Comic stammt aus der Feder des südafrikanischen Designers und Künstlers Loyiso Mkize. Mkize arbeitete als Illustrator für den Comic «Supa Strikas», bevor er 2015 mit Loyiso Mkize Art sein eigenes Unternehmen für visuelle Kunst und Kommunikation begründete. Zugleich begann er mit der Produktion von «Kwezi»: Die Geschichten um den jugendlichen Superhelden «Kwezi» spielen in der fiktiven Gold City (die stark Johannesburg nachempfunden ist) und haben in den letzten Jahren Furore gemacht. Mkize geht darin stark auf die Lebensrealität und Sprache der jungen Südafrikaner*innen ein.

 

Loyiso Mkize, Lisa Roulet und Raffaele Perniola unterhalten sich über «Kwezi» und afrikanische Superhelden, Moderation: Antonio Uribe (Mitherausgeber von «Kaboom!»).Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Afrikastudien Basel und den Basler Afrika Bibliographien.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Erinnerung, sprich: Yewande Omotoso

Erinnerung, sprich: Yewande Omotoso

22.02.2020 20:00 Uhr - 22.02.2020 21:30Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Lesung und Gespräch. Moderation: Ana Sobral, deutsche Lesung: Lara Körte.

 

Yewande Omotoso (*1980 in Barbados) ist in Nigeria aufgewachsen und lebt heute als Architektin, Designerin und Autorin in Johannesburg. Ihr Debüt «Bom Boy» gewann den South African Literary Award. In ihrem zweiten Buch «Die Frau nebenan» (aus dem Englischen von Susanne Hornfeck, List Verlag 2017) schildert sie so unterhaltsam wie doppelbödig den Schlagabtausch zweier alter Frauen in Kapstadt: Die 85-jährige Marion ist schockiert, als in den Vorort, dessen Villen seit Ewigkeiten von reichen Weissen bewohnt werden, plötzlich schwarze Nachbarn einziehen. Die neu zugezogene, gleichaltrige Hortensia ihrerseits hat jahrzehntelange Erfahrung im selbstbewussten Umgang mit solchen Anfeindungen. Die Beschreibung einer klassischen Fehde zwischen Nachbarn verwandelt sich in eine Abrechnung mit dem Apartheidsregime. Unaufdringlich, amüsant und mit viel Verständnis erzählt Omotoso die Geschichte zweier vom Leben betrogener Frauen, die sich im hohen Alter ihren Niederlagen und ihren lange verdrängten Erinnerungen stellen müssen.

 

Mit Yewande Omotoso unterhält sich Ana Sobral, Assistenzprofessorin am Englischen Seminar der Universität Zürich.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Your next good read: Festivalgäste empfehlen ihre Lieblingsbücher

Your next good read: Festivalgäste empfehlen ihre Lieblingsbücher

23.02.2020 10:00 Uhr - 23.02.2020 11:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Lesempfehlungen.

 

Einige der am Festival auftretenden Gäste empfehlen Bücher afrikanischer Autor*innen, die sie selber inspiriert haben - von Klassikern bis hin zu Neuerscheinungen. Für alle, die auf der Suche sind nach neuen und fundierten Lektüren sind, und ihren Lesehorizont erweitern wollen!

 

Eintritt frei.

 

Das Gespräch findet auf Englischs statt.


Die namibische Geschichte neu schreiben: Tshiwa Trudie Amulungu und Ulla Dentlinger

Die namibische Geschichte neu schreiben: Tshiwa Trudie Amulungu und Ulla Dentlinger

23.02.2020 11:30 Uhr - 23.02.2020 13:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Lesung und Gespräch. Moderation: Julia Rensing, deutsche Lesung: Claudia Jahn.

 

Fast 30 Jahre unter deutscher Kolonialherrschaft, gefolgt von 70 Jahren Südafrikanischer Besatzung: Die namibische Geschichte erzählt von Repression, Resilienz, Resistenz und Befreiung. Heute, knapp 30 Jahre nach der Unabhängigkeit, sind die Spuren der Kolonialzeit noch immer sicht- und spürbar, wie individuelle Erzählungen von Namibier*innen zeigen: Mit ihren Autobiografien «Taming My Elephant» und «Playing White Under Apartheid» werfen die namibischen Autorinnen Tshiwa Trudie Amulungu und Ulla Dentlinger einen Blick zurück auf die traumatische Vergangenheit und widmen sich der Aufarbeitung von Apartheid, Exilerfahrung, der Rückkehr in ein verändertes Namibia und Identitätskrisen. Dabei schreiben sie aus ganz unterschiedlichen Positionen – während Tshiwa Trudie Amulungu Teil der Befreiungsbewegung wurde, war Ulla Dentlinger gezwungen die Identitätskategorien coloured und white zu wechseln und auszuhandeln.

 

Im gemeinsamen Gespräch diskutieren sie über die komplexe Geschichte des eigenen Landes und ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit dieser.

 

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Afrikastudien Basel und den Basler Afrika Bibliographien.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Bilder von Afrika: Andile Buka und Flurina Rothenberger

Bilder von Afrika: Andile Buka und Flurina Rothenberger

23.02.2020 14:30 Uhr - 23.02.2020 16:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Gespräch und Fotopräsentation. Moderation. Nadine Wietlisbach.

 

Andile Buka (*1990) lebt als Fotograf in Johannesburg. Für seine Fotografien ist er viel auf Reisen unterwegs, aber auch als Street Style Fotograf in den Strassen von Johannesburg. Im Februar 2020 ist er mit einem Residenzprogramm der Pro Helvetia in der Schweiz zu Gast. In seinem aktuellen Projekt befasst er sich mit der Geschichte seiner Familie über mehrere Generationen hinweg.

 

Flurina Rothenberger (*1977), an der Côte d’Ivoire aufgewachsen, arbeitet als Fotografin auf dem Afrikanischen Kontinent. Seit einigen Jahren realisiert sie Ausbildungsworkshops für die junge Generation von Fotografinnen, Gestalterinnen und Textern in Afrika und präsentiert ihre Arbeiten im NICE Magazin. Die jüngste Ausgabe entstand in Katlehong, Südafrika.

 

Mit Nadine Wietlisbach, der Leiterin des Fotomuseums Winterthur, sprechen die beiden Fotograf*innen über ihr Werk (und zeigen aktuelle Ausschnitte daraus), und auch darüber, wie Bilder von Afrika in der Kunst und den Köpfen entstehen.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


Zur Heimat kommen, zur Sprache kommen: Sulaiman Addonia und Maaza Mengiste

Zur Heimat kommen, zur Sprache kommen: Sulaiman Addonia und Maaza Mengiste

23.02.2020 16:30 Uhr - 23.02.2020 18:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR. // Lesung und Gespräch. Moderation: Ellah Wakatama Allfrey, deutsche Lesung: Cathrin Störmer.

 

Sulaiman Addonia wuchs als Sohn eritreisch-äthiopischer Eltern in einem Flüchtlingscamp im Sudan auf, studierte in Saudi-Arabien und London und lebt heute in Brüssel. Sein erster Roman «Die Liebenden von Dschidda» erschien 2014 in deutscher Übersetzung. Sein zweiter Roman «Silence is my mother tongue» (2018) ist eine sprachgewaltige Auseinandersetzung mit den Themen von Exil, Gemeinschaft und Identität. Seit zwei Jahren organisiert er in Brüssel ein eigenes Literaturfestival, das Asmara-Addis Literary Festival (die nächste Ausgabe ist vom 26.-28. Februar 2020).

 

Maaza Mengiste wird ab Januar als Writer in Residence im Literaturhaus sein. Sie wurde 1971 in Addis Abeba geboren und flüchtete im Alter von vier Jahren mit ihrer Familie vor der Äthiopischen Revolution. Den Rest ihrer Kindheit verbrachte sie in Nigeria, Kenia und den USA. Sie ist Gastprofessorin für Creative Writing an der City University of New York und an der Princeton University und schreibt regelmässig für die «New York Times», «The Guardian» und «Lettre International». Ihre Romane «Beneath the Lion’s Gaze» (2013) und «The Shadow King» (2019) spielen vor dem Hintergrund der turbulenteren Jahre der Geschichte Äthiopiens.

 

Mit Ellah Wakatama Allfrey (in deren Verlag Indigo Press Addonias Buch erschienen ist) sprechen die beiden darüber, was Unterwegssein und Exil mit den Menschen und der Sprache macht, und wie selber zu ihrer literarischen Sprache gefunden haben.

 

Das Gespräch findet auf Englisch statt.


TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR

TAGE SÜDAFRIKANISCHER LITERATUR

21.02.2020 20:00 Uhr - 23.02.2020 18:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Lesungen, Diskussionen, Performances: Mit Sulaiman Addonia, Tshiwa Trudie Amulungu, Ellah Wakatama Allfrey, Andile Buka, Ulla Dentlinger, Petina Gappah, Patricia Klobusiczky, Lucien Leitess, Zakes Mda, Thando Mgqolozana, Niq Mhlongo, Loyiso Mkize, Koleka Putuma, Yewande Omotoso, Flurina Rothenberger, DJ youngseptember u.a.

 

Drei Tage im Februar widmet sich das Literaturhaus der Literatur aus dem südlichen Afrika. Wir haben Autorinnen und Autoren, Verleger*innen, Übersetzer*innen aus Südafrika, Simbabwe und Namibia, aber auch in Europa und den USA lebende afrikanische Schriftsteller*innen eingeladen, uns von ihrem Schreiben und Leben zu erzählen. In ihren Werken – Romane und Lyrikbände, Graphic Novels, Memoiren und Fotografien – greifen sie die komplexe Geschichte ihrer Länder auf, schildern die Herausforderungen und Chancen der gegenwärtigen Entwicklungen und wagen Ausblicke in die Zukunft.

 

Kuratiert wurde wurde das Programm von Isabelle Vonlanthen vom Literaturhaus Zürich und Thando Mgqolozana, dem Gründer des Abantu Book Festivals: Seit 2016 findet das Abantufestival in Soweto statt, es bietet schwarzen Autor*innen und schwarzen Leser*innen eine Bühne und ist zu einem festen Bestandteil der südafrikanischen Literaturlandschaft geworden.

 

Wir freuen uns auf unsere Gäste – und auf Sie!

 


Nachtbraut – Theaterstück nach Texten von Francis Giauque

Nachtbraut – Theaterstück nach Texten von Francis Giauque

26.02.2020 19:30 Uhr - 26.02.2020 21:00Uhr
Veranstalter: Literaturhaus Zürich

Mit dem Band «Die Glut der Schwermut im Schattenraum der Nacht» (Reprinted by Huber 37, Verlag Th. Gut, übersetzt von Christoph Fober und Barbara Traber) ist der Autor Francis Giauque erstmals auf Deutsch zu lesen. Trotz Krankheit und psychiatrischen Zwangsmassnahmen gelang es ihm in seinem Werk, sein Leiden mit erschütternder Wucht in Gedichten und Prosatexten auszudrücken. Charles Linsmayer hat ein biographisches Nachwort verfasst, in dem er über die unglückliche Liebe zwischen Giauque und der Künstlerin Emilenne Farny berichtet. Ausgehend von diesem biographischen Hintergrund und den Texten Giauques hat Markus Keller das Theaterstück «Nachtbraut» entworfen: Gespielt von Fabian Guggisberg und Mia Lüscher wird eine Geschichte erzählt, in der die Kraft der Liebe nicht ausreicht, um das Unglücklichsein zu besiegen.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Oertli-Stiftung