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Interview

"Sex ohne Liebe finde ich ethisch nicht unbedingt vertretbar"

Von: Janine Grünenwald

02. Dezember 2013

125 Frauen und Männer sitzen im Gemeinderat der Stadt Zürich. Wie ticken unsere Parlamentarier? Diese Woche mit Roberto Bertozzi, SVP.

Tagblatt der Stadt Zürich: Welches ist Ihr Lieblingslokal in Zürich?

Roberto Bertozzi: Das habe ich nicht. Ich trinke zwischen zwei Kundenbesuchen gern einen Kaffee. Und das ist dann eben mal hier und mal da, dafür aber sehr abwechslungsreich.

Was würden Sie in Zürich ändern?

Bertozzi: Ich würde das Polizeipersonal zur Überwachung des ruhenden Verkehrs etwas reduzieren und dafür zugunsten der Sicherheit im Quartier einsetzen.

Was würden Sie als Erstes aus Ihrem brennenden Haus retten?

Bertozzi: Meine Frau.

Wem würden Sie gern einmal so richtig die Meinung sagen?

Bertozzi: Das ist eine gute Frage . . . Ich glaube, ich würde gern einmal jenen die Meinung sagen, die ihre Sinnesorgane nicht benutzen und dann aber sagen, sie hätten nichts gehört oder nichts gesehen, dabei hätten sie das durchaus wahrnehmen können.

Wer ist Ihr Vorbild oder Kindheitsheld?

Bertozzi: Vorbilder sind für mich die Menschen, die sich für das Gute einsetzen, ent­gegen aller Widerstände.

Wann haben Sie das letzte Mal einen über den Durst getrunken?

Bertozzi: Daran kann ich mich nicht erinnern, das muss eine ganze Weile her sein.

Haben Sie schon einmal Drogen konsumiert?

Bertozzi: Nein.

Wann haben Sie zum letzten Mal geweint?

Bertozzi: Immer wenn ich einen emotionalen Film im Fernsehen sehe, kommen mir die Tränen.

Glauben Sie an Gott?

Bertozzi: Ja.

Welche ist Ihre Lieblingsband?

Bertozzi: Die habe ich nicht. Ich bin oft mit dem Auto unterwegs und höre dann einfach das, was gerade im Radio kommt.

Geben Sie einem Bettler Geld?

Bertozzi: Nein.

Wo liegt für Sie die Obergrenze eines vertretbaren Jahresgehalts?

Bertozzi: Ein selbständiger Unternehmer soll das auch selber entscheiden. Beim Gehalt eines angestellten Managers zählt der gesunde Menschenverstand.

Sex ohne Liebe. Was halten Sie davon?

Bertozzi: Das finde ich ethisch nicht unbedingt vertretbar.

Sie gehen mit Ihrer Partnerin fein essen. Was darf es höchstens kosten?

Bertozzi: Es kostet so viel, wie es kostet.

Diesen Zürcher hätte ich gern mal persönlich getroffen . . .

Bertozzi: Johann Caspar Lavater, ein reformierter Pfarrer und Physiognom.

Von welchem Beruf träumten Sie als Kind?

Bertozzi: Ich wollte immer Polizist werden. Während meines Studiums bin ich dann aber über die Psychologie zur Psychophysiognomik gekommen, und das hat mich so fasziniert, dass ich mich immer intensiver damit auseinandergesetzt habe.

Was haben Sie bis heute leider noch nicht gemacht?

Bertozzi: Vor Tausenden Menschen eine Rede oder einen Vortrag gehalten.

Welche ist Ihre Lieblings-App?

Bertozzi: Weather Pro, eine App mit der Wetterprognose für die nächsten Tage.

Wohin wollten Sie schon immer mal verreisen?

Bertozzi: Überall dorthin, wo ich noch nie war.

Wovor fürchten Sie sich?

Bertozzi: Vor Ereignissen, die ich nicht kontrollieren kann.

Lesen Sie Comics - wenn ja, welche?

Bertozzi: Ich lese sehr gern Micky Mouse, weil diese Comics das Vorstellungsvermögen und die Empathiefähigkeit schulen. Es wäre auch sehr lehrreich für Psychologen, die Körpersprache dieser mit einfachem Strich gezeich­neten Figuren zu analysieren.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Bertozzi: Eine Pizza.

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