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Lifestyle

"Beim Spielen lernen Kinder am meisten"

Von: Ginger Hebel

16. Juni 2015

Bubble Bees: Zwei neue Kindertagesstätten gibt es ab Mitte August in der Stadt Zürich. In den nächsten fünf Jahren sollen schweizweit ein Dutzend neue Bubble-Bees-Krippen entstehen, sagt Projektleiter Mike Helmy, der frühere Gripen-Pressesprecher.

Mitten im Beckenhofpark eröffnet die Kinderkrippe Bubble Bees. Künftig wird es hier zwei Ganz­tages-Kita-Gruppen geben, eine Vormittags-Kita-Gruppe und einen Hort für Kindergartenkinder und Primarschüler. Noch ist die Krippe eine Baustelle, doch am 17. August, mit Beginn des neuen Schuljahrs, werden die ersten Kinder in den Gängen rumrennen. Wie wird das neue Kinderparadies aussehen? Farbenfroh? «Nein, es ist ein Fehler, wenn man eine Krippe zu farbig gestaltet, denn die Ideen der Kinder und ihre Kreativität sind bunt genug», sagt Projektleiter Mike Helmy. Das Interieur wird deshalb eher schlicht gehalten sein, mit viel Weiss und Hockern statt Stühlen, mit denen sich auch Türme bauen lassen. Und die Stufenpodeste aus Holz sind Schlaffläche, Spielfläche und Aufbewahrung in einem.

Krippen statt Gripen

Mike Helmy ist Vater von fünf Kindern, jedes einzelne hat die Krippe besucht. «Mir ist aufgefallen, dass die Betreuung oft etwas zufällig war.» Dies war mit ein Grund, weshalb er auf die Idee kam, selber Krippen zu gründen, denn der Bedarf nach guten Krippen sei da. Bis Ende letzten Jahres fungierte Mike Helmy als Pressesprecher für den schwedischen Gripen-Hersteller Saab. Das Schweizer Volk hat den Kauf der Kampfjets im Wert von 3,1 Milliarden Franken im Mai 2014 abgelehnt. Mit dem Slogan «Krippen statt Gripen» haben die Gripen-Gegner aus den Reihen der Linken ein Referendum lanciert. Aus ihrer Sicht war der Gripen zu teuer, sie hätten das Geld lieber der Bildung zugute kommen lassen. Dass Helmy eines Tages tatsächlich Krippen gründet, ist Zufall. In den nächsten fünf Jahren sollen schweizweit über ein Dutzend Bubble Bees entstehen. «Wir wollen wachsen, aber dennoch eine familiäre Atmosphäre bieten und nicht elitär sein. Die Kinder sollen spielen dürfen, denn beim Spielen lernen sie noch immer am meisten.» Zudem will man mit den Kleinen jeden Tag an die frische Luft, auch bei Minusgraden. «Es wäre ein Entlassungsgrund für eine Erzieherin, wenn sie sagen würde, dass sie nicht rausgehen möchte, wenn es kalt ist», sagt Helmy mit einem Schmunzeln. «Kinder wollen sich bewegen.» 124 Franken pro Tag kostet ein Krippenplatz hier im Schnitt, das Essen kommt von einem auf Kleinkinder spezialisierten Frisch-Caterer.

Was, wenn ein Kind in der Krippe sein Mami vermisst? «Dann ist es unsere Aufgabe, es zu trösten. Die Eingewöhnungszeit wird bei uns mindestens zwei Wochen dauern. Es ist wichtig, dass man dem Kind Zeit lässt, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.»

Die deutsch- und englischsprachige Bubble-Bees-Krippe an der Beckenhofstrasse 37 eröffnet am 17. August. Die Krippe an der Universitätsstrasse 63 am 5. Oktober. Am 11. Juli findet in der Krippe Beckenhof ein Tag der offenen Tür statt. Krippenplätze können ab sofort gebucht werden.

www.BubbleBees.com

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Leserkommentare

Collin Bergmann - Qualität zu vernünftigem Preis tut Zürich gut! Allzuoft ist die Qualität tatsächlich etwas zufällig. Bin gespannt auf das neue Projekt.

Vor 5 Jahren 5 Monaten  · 
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