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Clement Obiegbu mit Katze Chico. (Bild: PD)

Die Katze ist immer der Chef

Von: Christian Saggese

08. Dezember 2020

Aussenstehende wundern sich oft, was Katzenbesitzer alles für ihr Tier auf sich nehmen. Clement Obiegbu hat dazu ein witziges Buch veröffentlicht: «Also für mich ist das normal! – 100 nicht ganz normale Dinge, die wir aus Katzenliebe tun» heisst es. Mit den Einnahmen werden Katzenhäuser unterstützt.  

«Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos». Dieses Zitat stammt von niemand geringerem als dem deutschen Dichter Johannes Wolfgang von Goethe.  Und es ist ein Satz, den Clement Obiegbu nur unterschreiben kann. Der 36-Jährige aus Zürich-Oerlikon ist mit den miauenden Vierbeinern aufgewachsen. Aktuell leben Chico und Cara bei ihm, zwei Jungkatzen, die er aus der Katzenstation Buchs adoptiert hat. Die beiden Frechdachse sind mit ein Grund, dass der gebürtige Wiener motiviert war, einen lang gehegten Wunsch endlich in die Tat umzusetzen: Er veröffentlichte kürzlich sein erstes Buch.

«Also für mich ist das normal! – 100 nicht ganz normale Dinge, die wir aus Katzenliebe tun» lautet der Titel, der den Inhalt bestens beschreibt. Das Erstlingswerk von Clement Obiegbu ist nicht etwa ein Sachbuch. Vielmehr sind es 100 schöne Katzengeschichten, direkt aus dem Alltag übernommen, stets mit viel Humor unterlegt. Welcher Katzenbesitzer kennt es nicht, in der Nacht von seinen geliebten Mauzern aufgeweckt zu werden, weil sie in genau jenem Moment Hunger oder Langeweile haben? Natürlich machen die Büsis das erst, nachdem sie zuvor das halbe Bett blockierten und ihr Herrchen, beziehungsweise Frauchen, dazu brachten, möglichst unbequem um sie herum zu schlafen – die Katze ist nun einmal der Chef. Die neue Freundin mag Büsis nicht? Dann wird eben die Frau verlassen, ist ja klar. Und während manche über die neusten Fussballresultate oder Kinofilme  quatschen, tauschen sich Fans der Stubentiger lieber über das beste Katzenstreu aus. Oder sie sprechen über ihre Verletzungen, schliesslich lässt man sein Tier stets mit den Krallen auf sich herumstampfen und unterdrückt dabei den eigenen Schmerz. Diese und viele weitere Themen werden in dem Buch behandelt.

Katzenfans unter sich

Ein seltsames Völkchen, diese Katzenbesitzer, mag so mancher denken. Wieso verzichtet man freiwillig auf eine Weltreise, nur um sein Tier nicht zu verlassen, oder stellt die ganze Wohnung um, damit es dem Stubentiger besser gefällt als einem selbst? «Dabei sehen sie euch Menschen ja nur als Dosenöffner!», spottet so mancher. Solche Kommentare sind mit ein Grund, warum Clement Obiegbu das Buch verfasst hat: «Viele Katzenbesitzer machen alles für ihr Tier, pflegen aber keinen grossen Kontakt zu anderen Büsihaltern. Vielleicht fühlen sie sich dann komisch, welch Energie sie in diese tierische Beziehung stecken, während sie von anderen nur seltsam angeschaut werden. Nun können sie sich aber in vielen Geschichten wiederfinden und merken, dass sie mit ihrer Leidenschaft alles andere als alleine sind.»

Was aber begeistert Clement Obiegbu dermassen an den Samtpfötchen? «Generell finde ich es wichtig, als Kind ein Haustier zu haben, weil man dann lernt, Verantwortung für andere zu übernehmen», weiss der Marketingfachmann aus eigener Erfahrung. Katzen nehmen dabei eine Sonderposition ein: «Kein anderes Haustier ist dermassen eigenständig und eigenwillig», so der Autor. Heisst es beim Hund gerne, er sei der beste Freund des Menschen, müsste es bei Katzen eher heissen: «Dieser Mensch ist der beste Freund der Katze». Denn im Gegensatz zu Hunden, die zum Gehorsam trainiert werden können, «liegt es bei Büsis letztlich an den Besitzern, ob diese von den Katzen akzeptiert werden. Aber wenn die Chemie stimmt, kann man auf eine lebenslange Treue schwören.» Das alles sei aber natürlich nicht als Angriff auf Hundehalter zu verstehen: «Jeder hat seine eigenen Prioritäten und Vorlieben.»

Gewinn wird gespendet

Das Buch «Also für mich ist das normal!» wurde von Clement Obiegbu in völliger Eigenregie veröffentlicht, unterstützt von Daniel Irala, der sich für die originellen Illustrationen verantwortlich zeigt. «Nach einem Verlag habe ich zuvor nicht extra gesucht, weil ich bereits eine klare Vorstellung von dem Buch hatte und es auch gerne so umgesetzt sehen wollte.» Es ginge ihm auch nicht darum, damit gross Profit zu generieren. So werden sämtliche Gewinne, die das Buch dieses Jahr einbringt, an verschiedene Katzenhäuser gespendet. «Sollte jetzt ein passender Verlag auf das Buch aufmerksam geworden sein, wäre das aber auch schön».

Während Clement Obiegbu das erzählt, pirschen sich Chico und Cara an ihn heran. «Es scheint, als sei wieder Streichelzeit. Am liebsten mögen sie es, wenn ich auf der Couch liege, so können sie gemeinsam auf mir herumstampfen. Und weil ich es nicht übers Herz kriege, das zu unterbrechen, komme ich doch ab und an sehr knapp an meine Videokonferenz-Sitzungen», sagt er schmunzelnd. Zumindest für Katzen hat die aktuelle Home-Office-Ära also doch viel Gutes.

Weitere Informationen:

«Also für mich ist das normal – 100 nicht ganz normale Dinge...» gibt es als Taschenbuchvariante für 10 Franken exklusiv bei Amazon oder als gebundene Ausgabe  für 21,90 Franken im Buchhandel
ISBN:  978-3-7519-8460-7

 

Bücher zu gewinnen!

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