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Die Seestrasse in Zürich-Wollishofen bei der Roten Fabrik. Dieser Abschnitt soll voraussichtlich 2023 saniert werden. (Bild: Screenshot Google Maps)

Wenn es in der Stadt Zürich holprig wird

Von: Jan Strobel

09. Dezember 2020

Mancher Strassenabschnitt in der Stadt wird für Verkehrsteilnehmer mitunter zu einer Rüttelpartie. Zum Beispiel an der Gut- und der Seestrasse.

Wenn der 67er-Bus in die Gutstrasse nach Zürich-Wiedikon abbiegt, dann ist es für viele Passagiere vorbei mit der störungsfreien Lektüre ihrer Pendlerzeitung oder dem fokussierten Herumscrollen auf dem Smartphone. Der Bus rüttelt und schüttelt sich hinauf bis zur Birmensdorferstrasse. Dieser Strassenabschnitt, er ist für viele zu einer regelrechten Holperpiste geworden.

Dass Handlungsbedarf besteht, erkannte die Stadt bereits 2016. Damals stellte das Tiefbaudepartement erste Umbaupläne für den Strassenabschnitt zwischen Birmensdorfer- und Schaufelbergerstrasse vor. Doch das Projekt stiess auf heftigen Gegenwind: Der Sanierung hätten 54 Bäume weichen müssen. Der damalige Tiefbauvorsteher Filippo Leuten­egger liess daraufhin ein neues Sanierungsprojekt erarbeiten, um möglichst viele Bäume erhalten zu können. Seither wurde immer wieder stellenweise repariert, um die Sicherheit zu gewährleisten. Bald soll der Umbau aber richtig Fahrt aufnehmen. «Voraussichtlich 2023 wird die Etappe Gutstrasse von der Birmensdorfer- bis Schaufelbergerstrasse gebaut», bestätigt Mike Sgier vom Tiefbaudepartement. Danach folge der zweite Teil.

«Kaum noch zumutbar»

Für Diskussionen sorgte jüngst auch die Seestrasse in Zürich-Wollishofen, die als Kantonsstrasse eine wichtige Einfallachse vom linken Seebecken in die Stadt Zürich bildet. Der Unterhalt dieser Strasse mit überkommunaler Bedeutung wird gemäss Strassengesetz auf städtischem Gebiet durch die Stadt Zürich sichergestellt. Nun stösst sich in einer Anfrage im Kantonsrat die FDP am Zustand genau dieses Stadtzürcher Strassenabschnitts. Seit Jahren seien hier Aufwölbungen, Risse oder Schlaglöcher ein Ärgernis. Besonders für Buspassagiere sei «die Holperpiste kaum noch zumutbar», monieren die FDP-Kantonsräte Fabian Müller, Thomas Vogel und Sonja Rueff-Frenkel. Und sie finden: «Solche Zustände suchen im Kanton ihresgleichen».

Die sehr lange Strecke Seestrasse – auf städtischem Boden – und der fortlaufende Mythenquai werde voraussichtlich in drei Etappen saniert, entgegnet darauf Mike Sgier vom Tiefbaudepartement. «Die erste Etappe zwischen General-Guisan-Quai und Alfred-Escher-Strasse wird voraussichtlich Mitte 2021 in den Bau kommen, der Folgeabschnitt bis zum Strandbad Wollishofen mit einem Teil der Seestrasse voraussichtlich 2023 und der übrige Teil der Seestrasse bis zur Stadtgrenze voraussichtlich 2024.»
Im Bericht des Tiefbauamts an den Regierungsrat über das Bauprogramm für die Jahre 2020 bis 2022 für die Strassen mit überkommunaler Bedeutung sind die Sanie­rungsetappen zwischen General-Guisan-Quai und Strandbad Wollishofen, die auch einen Teil der Seestrasse betreffen, bereits aufgeführt. Lediglich der letzte Abschnitt der Seestrasse vom Strandbad bis zur Stadtgrenze fehlt.

Weitere Grossprojekte sind gemäss Bauprogramm in den nächsten Jahren unter anderem auch am Sihlquai, auf der Duttweilerbrücke, auf der Münsterbrücke oder an der Hardturmstrasse geplant.

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