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Porträt

Sechs Frauen – eine Gruppe Härz: Nyna, Cathryn, Isabelle, Ai-Yen, Deborah und Tabea (v. l.).

Sechs singende Mamis auf Erfolgskurs

Von: Ginger Hebel

15. Mai 2018

Deborah, Nyna, Ai-Yen, Isabelle, Cathryn und Tabea sind Ehefrauen und Mütter mit Powerstimmen. Zusammen sind sie die Band Härz. Ihre Musik berührt die Menschen. Die Zürcherin Tabea Vogel kann den ­schnellen Erfolg kaum fassen.

Seit ihrem Auftritt in der SRF-Sendung «Happy Day» geniesst Sängerin Tabea Vogel eine ganz neue Form von Aufmerksamkeit. Plötzlich sprechen sie wildfremde Menschen auf der Strasse an, alte Bekannte melden sich wieder, um zu gratulieren. Ihre Stimme berührt viele, und das wiederum geht auch ihr ganz nah. «Seit ich selber Mutter bin, reagiere ich viel emotionaler», sagt die 38-Jährige. Sie ist Mitglied des Frauen-Sextetts Härz.

Die Sängerinnen Deborah, Nyna, Ai-Yen, Isabelle, Cathryn und Tabea sind zwischen 32 und 46 Jahre alt und stammen von verschiedenen Gegenden in der Deutschschweiz. Sie alle sind Ehefrauen und Mütter – und singen von Herzen gern. In ihren Liedern erzählen sie Geschichten aus ihrem Leben. Sie singen von der Suche nach der grossen Liebe, vom schmerzvollen Loslassen, von Sehnsüchten und Träumen. Die Frauen-Mundartband gibt es seit vergangenem Oktober. Die Idee dazu hatte der Komponist und Produzent Georg Schlunegger, der mit seinem Männerchor «Heimweh» grosse Erfolge feiert. Letztes Jahr bekamen sie als beste Schweizer Band zwei Swiss Music Awards verliehen.

Die Musik ist Tabea Vogels treuste Begleiterin. «Als meine Mutter mit mir schwanger war, stellte sie sich immer ganz nah ans Klavier, wenn Papa seine Lieblingssongs spielte», erzählt sie. Ihr Urgrossvater sass noch mit bald neunzig am Klavier und haute freudig in die Tasten. Tabea wuchs mit drei Brüdern auf, «ich lernte früh, mich durchzusetzen und zu behaupten». Um ihre kreative Ader ausleben zu können, wurde sie Fotografin, ein Beruf, der ihr noch heute viel Spass macht. Ihre erste Ehe ging nach fünf Jahren in die Brüche, danach genoss sie ihr Singleleben, doch den Traum einer eigenen Familie träumte sie weiter, «ich bin ein Mami-Typ». 2014 lernte sie in den Ferien in Ägypten den Sportlehrer Omara kennen. Die beiden merkten schnell, dass das zwischen ihnen etwas Grosses ist. Für seine Tabea brach er alle Zelte ab und zog nach Zürich. Mittlerweile sind die beiden verheiratet und haben eine zweieinhalbjährige Tochter. «Omara kümmert sich rührend um Kenzy, bringt ihr Arabisch bei und hilft mir im Haushalt», schwärmt Tabea. Der kleine Blondschopf liebt es, wenn Mami singt.

Kenzy kennt alle Songs des ersten Härz-Albums, «‹Fädere› isch miis Lieblingslied», sagt sie und beginnt zu tänzeln. Omara freut sich über den Erfolg seiner Frau und ihre beginnende Gesangskarriere. «Ich bin ihr Fan», sagt der 32-Jährige. Ab 25. August geht die Frauenband auf grosse «Das-Zelt-Tournee». «Es kommen immer mehr Anfragen für Auftritte», sagt Tabea Vogel. Dass sie ihre Liebe zur Musik jetzt voll und ganz ausleben dürfe, sei wie ein Sechser im Lotto. «Wenn ich auf der Bühne stehe und singe, fühle ich das Glück, tief in mir drin.»

www.härzmusig.ch

 

 

 

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