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Ratgeber

Andreas Lenherr (57), Inhaber der Berg-Apotheke an der Stauffacher-

Welcher Tee hilft bei welchem Leiden?

Von: Sacha Beuth

«Tee wird ja oft als Mittel zur Vorbeugung gegen Krankheiten oder zur Heilung derselben empfohlen. Doch welche Teesorten helfen bei welchen Krankheiten oder Beschwerden?», möchte Marlène Dupont wissen.

Tee kann aus vielen Pflanzen hergestellt werden. Ich möchte mich darum auf die Wirkungen der handelsüblichen Sorten beschränken, beginnend mit der eigentlichen Teepflanze, aus der Schwarztee (vergoren) und Grüntee (unvergoren) hergestellt werden. Die beiden haben wegen des Koffeins eine anregende Wirkung. Schwarztee kann zudem als stopfendes Mittel bei Durchfall eingesetzt werden, während Grüntee als Wellness-Produkt gilt, das den Alterungsprozess hemmen kann. Leidet man unter Verdauungsbeschwerden, kann die Einnahme von Pfefferminztee helfen. Ich sage «kann», denn bei empfindlichen Mägen ist es auch möglich, dass Magenbrennen wegen der Schärfe der Minze verstärkt statt gemindert wird. Fencheltee hilft bei Blähungen und Bauchkrämpfen und ist zudem wie Pfefferminz- und Hagebuttentee auch prophylaktisch einsetzbar. Letzterer wirkt nicht nur anregend, sondern hilft wegen seines Vitamin-C-Anteils auch bei grippeartigen Erkrankungen. Bei Magen-Darm-Entzündungen und Halsschmerzen empfehle ich Kamillentee. Dessen Dämpfe helfen übrigens – wie auch die von Pfefferminztee – gegen Erkältungen. Gegen übermässiges Schwitzen nützt Salbeitee, während Lindenblütentee schweisstreibend und fiebersenkend wirkt und Orangenblüten- oder Lavendeltee zur Entspannung eingenommen werden kann.
Grundsätzlich gilt: Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte man diese Tees möglichst frisch und warm trinken, aber vorher keinesfalls durchkochen.

Haben auch Sie eine Frage? Dann schreiben Sie an:

expertenrat@tagblattzuerich.ch

 

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