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Stadtratskolumne

Danke

Von: Stadtrat Daniel Leupi, Finanzdepartement

Vor ein paar Wochen habe ich hier über gegenseitige Rücksichtnahme und überraschendes Lächeln im Strassenverkehr geschrieben. Was ich in der Hinsicht vor ein paar Tagen in Luzern erlebt habe, verblüffte aber sogar mich.

Ich fuhr in Luzern vom Bahnhof mit dem Velo zu einem Freund, der etwas oberhalb der Altstadt wohnt. Mit dem Velo, weil die Fahrt auf dem Nachhauseweg von seiner Wohnung runter zum Bahnhof nur fünf Minuten dauert; statt 20 Minuten zu Fuss, respektive damit ich zu späterer Stunde unabhängig vom Busfahrplan war.

Auf dem Weg zu ihm überholte ich einen Bus, der an der Haltestelle nicht gleich losfuhr. Da kurz danach die Steigungsstrecke begann, fuhr ich nach dem Überholen ganz rechts, sogar noch rechts der Markierung der einmündenden Strasse, damit mich der Bus problemlos überholen konnte. Das gelang ihm mühelos. Und kaum hatte mich der Bus passiert, wechselte die Anzeige auf der Rückseite des Busses von der Zielangabe «7 Unterlöchli» auf «Danke».

Ich traute meinen Augen kaum und musste zwei Mal hinschauen! Aber tatsächlich: Da stand für etwa 100 Meter Fahrstrecke «Danke».

Ich habe dann erfahren, dass die Verkehrsbetriebe Luzern den «Danke-Knopf» vor knapp drei Jahren eingeführt haben. So was würde ich mir auch für Zürich wünschen. Hier herrscht zwischen Velofahrenden und Tram- und Buspilot*innen ein eher frostiges Klima. Die einen zwingen die anderen durch rücksichtsloses Fahren zu abrupten Bremsmanövern, während Velos von Trams mit aggressivem Klingeln von der Fahrbahn gejagt oder durch Busse ultraknapp überholt werden. Schade eigentlich.

PS: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Regierungsrat die Sans-Papiers regularisieren sollte.

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