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Warum?

Béatrice Seewer hat sich bei Santiago de Chile ein Haus gebaut. Bilder: ZVG

Aus zwei Jahren wurden 37 Jahre

Von: Jan Strobel

15. September 2015

Die Auswanderer: Die Woche mit Béatrice Seewer, Chile.

«Der Schnee», sagt Béatrice Seewer, «der Schnee war eine echte Sensation für mich.» Sie erinnert sich gerne an dieses vergangene Neujahr, das sie wieder einmal in Zürich feierte. In ihrer anderen Heimat, in Chile, herrschte zu dieser Zeit Hochsommer. Der Schnee zeichnet sich dann nur in der Ferne, auf den Gipfeln der Anden ab, wenn die Sicht nicht gerade durch den Smog der Millionenmetropole Santiago vernebelt ist.

Die gebürtige Zürcherin hat sich im Umland der Hauptstadt ihren chilenischen Traum verwirklicht, eine Familie gegründet, ein eigenes Grundstück erworben und sich schliesslich ein Haus gebaut. Seit 37 Jahren lebt Seewer jetzt schon in Chile. «1978 war ich Primarlehrerin und wollte unbedingt im Ausland arbeiten», erinnert sie sich. Ein spanischsprachiges Land sollte es sein. In der Schweizer Schule  in Santiago de Chile fand sich schliesslich die perfekte Stelle für sie. «Zu Beginn lief der Vertrag nur für zwei Jahre, doch ich blieb schliesslich immer länger, bis ich irgendwann einfach hier blieb», erzählt sie. Sie verliebte sich in einen Chilenen, wurde Mutter, ging auf in ihrem Alltag und ihrem Beruf als Lehrerin, den sie noch heute ausübt. In der Rudolf Steiner-Schule in Santiago ist die Klassenlehrerin. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Gärtnern - oder sie trifft ab und zu andere Chile-Schweizer zu einem Jass. Der Schweiz bleibt sie verbunden und besucht ihre alte Heimat einmal im Jahr. Doch diesen Freitag  wird Chile im Mittelpunkt stehen. Dann nämlich begeht das Land seinen Nationalfeiertag.

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