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Warum?

Zu schade für den normalen Abfall: Der Karton aus den Getränkekartons könnte recycelt werden. Bild: Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz

Warum gibt es in der Stadt Zürich keine Sammelstellen für leere Tetra-Pak-Behälter?

Von: Sacha Beuth

20. August 2019

Die Frage stellt «Tagblatt»-Leserin Andrea Zimmermann aus Zürich. Antwort gibt Simone Alabor, Geschäftsführerin des Vereins Getränkekarton-Recycling Schweiz.

«Getränkekartons (z. B. von Tetra Pak) werden als Verpackungen für Eistee, Milch und Säfte genutzt und sind mit 20 000 Tonnen pro Jahr die dritthäufigste Getränkeverpackung in der Schweiz. Sie setzen sich aus 75 Prozent Karton sowie 25 Prozent Plastik und Aluminium zusammen. Trotzdem ist ein Recycling möglich. Die Papierfasern des Kartons sind zumeist sehr hochwertig und ein begehrter Sekundärrohstoff in der Kartonindustrie. Leider hat es überall zu wenig Sammelstellen. Nach dem kürzlich gefällten Entscheid von Aldi, aus Kapazitätsgründen keine leeren Getränkekartons mehr anzunehmen, gibt es in der Stadt Zürich momentan lediglich eine einzige Sammelstelle beim Spar im Zollfreilager. Ansonsten können über das Recycling-Abo z. B. von Mr. Green ebenfalls Getränkekartons recycelt werden.

Kernproblem ist die fehlende Finanzierung. Angestrebt werden müsste eine Lösung analog PET: Im Kaufpreis jeder PET-Flasche sind 2 Rappen enthalten, mit denen das Recyclingsystem finanziert wird. Dasselbe Prinzip könnte auf den Getränkekarton angewandt werden. Mit einem schweizweiten Getränkekarton-Recycling kann jährlich so viel Holz eingespart werden wie auf einer Waldfläche in der Grösse von 11 000 Fussballfeldern nachwachsen.»

Weitere Infos: www.getraenkekarton.ch

Haben Sie auch eine Warum-Frage? Dann senden Sie uns eine E-Mail an: redaktion@tagblattzuerich.ch

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