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Warum?

Die Zürcher Tramhaltestellen wie hier beim Stauffacher bieten nur bedingt Schutz vor der Sonne, was einige Passanten stört. Doch eine visuelle Durch­lässigkeit habe Vorteile, wie die VBZ betonen. Bild: GH

Warum sind die überdachten Fahrgastunterstände an den Tramhaltestellen der Stadt nicht oder kaum Schatten spendend, sondern bieten nur Schutz vor Regen?

Von: GH

25. Juni 2019

Die Frage stellt «Tagblatt»-Leserin Gabriele Spreter aus Zürich. Antwort gibt Tobias Wälti von den VBZ.

«Mit der Ausrüstung unserer Haltestellen bewegen wir uns in einem Spannungsfeld zwischen einem möglichst hohen Kundennutzen, Ansprüchen von Anwohnern und Passanten sowie gestalterischen Forderungen. Von verschiedener Seite wird gerade eine visuelle Durchlässigkeit von Wartehallen gewünscht, damit die Wartehalle nicht als sperriger Fremdkörper im Strassenraum erscheint, sondern auch eine Durchsicht zu dahinterliegenden Häusern, Gärten, Trottoirs oder Plätzen erlaubt. Unsere verglasten VBZ-Standard-Wartehallen erfüllen die städtebaulichen Vorgaben der Stadt Zürich und bieten den wartenden Fahrgästen primär bei schlechter Witterung Schutz.

Damit die Dächer nicht völlig UV-durchlässig sind, werden nicht transparente, sondern opake Gläser eingesetzt. Ein weiterer wichtiger Vorteil von sichtdurchlässigen Wartehallen ist, dass sie heller sind: Dies verbessert nicht nur das individuelle Sicherheitsgefühl der wartenden Fahrgäste, sondern erhöht ebenfalls die Hemmschwelle für Vandalen- oder Gewaltakte. Bei der Planung von Einrichtungen für den öffentlichen Verkehr sind stets verschiedenste Aspekte zu berücksichtigen. Für den Sonnenschutz gibt es in der Stadt Zürich glücklicherweise vielerorts Alleebäume oder Vor­dächer von angrenzenden Gebäuden, welche Schatten spenden können.»

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redaktion@tagblattzuerich.ch

 

 

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