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Warum?

Ja sind wir denn schon in Australien?: Kängurubrunnen am Döltschiweg. Bild: SB

Warum ziert den Brunnen am Döltschiweg eine Känguruplastik?

Von: Sacha Beuth

06. August 2019

Die Frage stellt «Tagblatt»-Leser Andreas Fischer aus Zürich. Antwort gibt Christopher Hernandez, Fachperson Brunnen bei der Wasserversorgung Zürich:

«Der Brunnen am Döltschiweg wurde durch den Bildhauer Hans Markwalder (geb. 1882 Weiningen, gest. 1951 Zürich) im Jahre 1930 errichtet. Der Brunnen selbst besteht aus Tessiner Segheria-Gneis, die Figur ist aus Bronze und wurde sehr naturalistisch gestaltet.

Warum sich Hans Markwalder dieses Tier aussuchte, ist nicht überliefert. Die Örtlichkeit stellt aus Sicht der Wasserversorgung auch keinen Bezug zu Australien oder den Beuteltieren dar. Auffällig ist allerdings, dass viele Brunnen aus den 30er-Jahren mit Tiermotiven bestückt wurden, so z. B. der Murmelibrunnen an der Schweighofstrasse oder der Pinguinbrunnen an der Fällenbergstrasse (die beide nicht von Markwalder stammen). Die Motivation dafür könnte eine gewisse Müdigkeit gegenüber der hehren antiken Götter- und Allegoriendarstellung gewesen sein. Auch möglich ist, dass gewisse Aufträge der Stadt als Stützung des Gewerbes während der grossen Wirtschaftskrise dienten und so eher kleinere Brunnenanlagen an unterschiedliche Unternehmen vergeben wurden.»

Haben Sie auch eine Warum-Frage? Dann senden Sie uns eine E-Mail an: redaktion@tagblattzuerich.ch

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