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Warum?

Freut sich, wieder vor der Kamera zu stehen: Beatrice Kessler. Bild: SB

Was macht eigentlich ...?

Von: Sacha Beuth

07. Oktober 2014

Beatrice Kessler, Schauspielerin

In mehreren «Tatort»-Folgen war sie zu sehen, hat unter anderem in Serien wie «Der Landarzt», «Die Schwarzwaldklinik» oder «Schlosshotel Orth» mitgespielt und wurde auch für französische Produktionen («Le dernier regard de l’aigle») engagiert. Doch den meisten Leuten ist Beatrice Kessler als «Fräulein Vakulic» aus Rolf Lyssys legendärem Werk «Die Schweizermacher» von 1978 in Erinnerung. Sie spielt darin eine jugoslawische Tänzerin, die Schweizerin werden möchte und sich dabei in einen Einbürgerungsbeamten, dargestellt von Emil Steinberger, verliebt. «Die Dreharbeiten bleiben für mich unvergesslich. Wir haben viel gelacht, und besonders Emil hat immer wieder seine Scherze getrieben», erinnert sich die heute 65-jährige ehemalige Absolventin der Schauspielschule Zürich.

Der Film macht Kessler mit einem Schlag in der ganzen Schweiz bekannt. Sie konzentriert ihre Karriere jedoch auf deutsche Produktionen und ist in den folgenden vier Jahrzehnten unter anderem an der Seite von Schauspielgrössen wie Gottfried John, Götz George oder Armin Mueller-Stahl in Kino und Fernsehen zu sehen. Dann wird es plötzlich still um die gebürtige Ostschweizerin. «2007 stellte man bei meiner Mutter Anzeichen von Demenz fest. Anfangs kam sie noch allein zurecht, wurde dann aber nach einem schweren Sturz immer pflegebedürftiger. Und weil weder sie noch ich wollten, dass sie in ein Heim kommt, habe ich sie zu mir genommen und bis zu ihrem Tod im März dieses Jahres gepflegt.» In der Phase war natürlich an eine Weiterführung der Schauspielkarriere nicht zu denken. «Direkt nach Mutters Tod fiel ich in ein Loch und brauchte Zeit, um wieder herauszufinden.» Geholfen haben ihr dabei nicht nur ihre Schwester und ihre Freunde, sondern auch die Filmemacher, die sie trotz Bildschirmabsenz mit Rollenangeboten eindeckten. «Ich bin glücklich, dass ich wieder vor der Kamera stehen kann.»        

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