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Warum?

Giuseppe Mazzarelli führt heute eine Firma, die Parkdienste am Flughafen Zürich anbietet. Bild: PD

Was macht eigentlich ...

Von: Sacha Beuth

08. Juli 2014

Giuseppe Mazzarelli, ehemaliger FCZ- und GC-Profi

Es gibt nur wenige Fussballer, deren Karriere eine derart extreme Berg-und-Tal-Fahrt aufweist wie die des Giuseppe Mazzarelli. Gepriesenes Talent des FCZ, Nationalspieler, GC-Stammkraft, Meister mit St. Gallen, Italienlegionär, aber dazwischen auch immer wieder Abschiebung auf die Ersatzbank, die Tribüne oder Strafversetzung in den Nachwuchs. Und fast immer waren Unstimmigkeiten mit dem jeweiligen Trainer die Ursache für die Negativerlebnisse. «Mir wurde nachgesagt, dass ich ein schwieriger Typ sei.» sagt der 42-Jährige. «Ich würde mich eher als sensibel bezeichnen. Entweder werde ich zur Schnecke und verkrieche mich oder zum Löwen und fahre die Krallen aus.» Mit Coachs, die einen wie ein Vater geführt und Verständnis für besondere Bedürfnisse gehabt hätten, habe die Zusammenarbeit gut funktioniert. So etwa mit Werner Toggweiler, der ihn nach seinem Wechsel als knapp 11-Jähriger vom FC Dübendorf zum FCZ über mehrere Jahre betreute und Anteil daran hatte, dass Mazzarelli bereits mit 17½ Jahren in der NLA debütiert. Oder auch mit Bob Houghton, unter dem «Giusi» zum Internationalen heranreifte. Es gibt aber auch andere wie Raimondo Ponte oder Roger Hegi, mit deren Führungsstil Mazzarelli überhaupt nicht klarkommt. Und so wechselt er vom FCZ zu GC, dann zu St. Gallen und schliesslich zu Bari in die Serie A.

Das ständige Auf und Ab fordert seinen Tribut. 2004 fühlt sich Mazzarelli ausgebrannt, kehrt in die Schweiz zum FC Baden zurück, wo er ein Jahr später seine Karriere beendet. Lange ist er arbeitslos, leidet an Panikattacken und muss eine Scheidung verkraften, bis er sich 2010 mit einem Freund zusammentut und Suisseparking, eine Firma für Parkdienste am Flughafen Zürich, gründet. «Das Geschäft läuft gut, wir konnten sogar kürzlich am Flughafen Genf eine Filiale eröffnen.» Und auch mental sieht er sich gefestigt. «Zum einen wird man älter und reifer», erklärt Mazzarelli und ergänzt lachend. «Und zum anderen habe ich jetzt keinen Chef mehr, bei dem ich anecken kann.»

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