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Warum?

Was macht eigentlich...

Von: Clarissa Rohrbach

08. Oktober 2013

Vic Eugster vom "Trio Eugster", die Schlagergruppe?

Die drei «sauglatten» Brüder Vic, Alex und Guido schrieben in den 70er-Jahren Schlagergeschichte. Mit «Oh läck du mir» oder «Ganz de Bappe» schafften sie es immer wieder in die Radio-Hitparade. Sie produzierten 20 Alben und verkauften rund zwei Millionen Tonträger. Das letzte Mal trat das Trio Eugster im April auf. Für die Zuschauer war das sensationell, für die Musiker eine Qual. «Wir waren gesundheitlich angeschlagen, ich musste sogar meinen Therapeuten ans Konzert mitnehmen», erklärt Vic Eugster (73). Und: «Jetzt ist Schluss, «in unserem Alter muss man aufhören.» Er sei dankbar, dass man heute noch das eine oder andere Lied von ihnen kenne, doch die Zeit für solche Musik sei definitiv vorbei. «Die Jungen wissen nicht mehr, wer wir sind, und ihre Grossmütter, unsere echten Fans, sterben uns weg.» Und um es noch mal deutlicher zu machen, doppelt er nach: «Als Trio Rollator gehen wir nicht mehr auf die Bühne.»

Während Vic seine beiden Restaurants und seine Vinothek aufgegeben hat, führt Guido (77) sein eigenes Immobiliengeschäft. Einzig Alex Eugster (76) arbeitet noch in der Musikbranche. Als Volksmusikproduzent und Gesangslehrer ist er sehr gefragt. «Er kann es einfach nicht lassen, er ‹isch halt no richtig zwääg›», meint Vic dazu.

Doch die drei Brüder sind immer noch eng verbunden. Sie telefonieren jeden Tag und singen zusammen im Kirchenchor. «Wir kehren so quasi zurück zu den Wurzeln, denn so haben wir unsere Karriere begonnen.» Laut Vic wurde das Trio vom Erfolg überrumpelt.

Die Dübendorfer hätten sich niemals erhofft, beim Publikum so gut anzukommen. «Es lief wie gestört, wir waren in jeder Fernsehsendung.» Dabei mochten sie eher die Songs, die gar nicht so beliebt waren, wie «Wänn de Böögg verbrännt». Jahrzehntelang verdiente das Trio noch Geld an seinen lustigen Texten. Heute sei das auch vorbei, obwohl die Musiker immer noch Anfragen bekämen, sie möchten doch bitte noch ein einziges Mal auftreten. «Nein, jetzt ist wirklich Schluss, und das ist gut so.» 

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