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Album

Ich bin dankbar!

Von: Lucia M. Eppmann, Chefredaktorin

31. Juli 2018

Gestern war ein ganz besonderer Feiertag. Der 1. August, der 727-ste Geburtstag unserer Eidgenossenschaft. Wer jetzt denkt, dass nur wir Schweizer gestern Grund zum Nachdenken oder Feiern hatten, der irrt. Am 1. August passierte über die Jahre hinweg so einiges auf dieser Welt: 1855 gelang beispielsweise einer Seilschaft unter der Leitung von Charles Hudson am 1. August die Erstbesteigung der Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv, der höchsten Bergspitze der Schweiz. Und am 1. August 1956 führte Belgien als letztes Land in Europa die Fahrprüfung ein. Seit 1960 feiert Benin, ein Staat in Westafrika, am gleichen Tag seine Unabhängigkeit von Frankreich. Niki Lauda verunglückte am 1. August 1976 während eines Formel-1-Rennens auf dem Nürburgring, wurde aber von Arturo Merzario aus dem brennenden Fahrzeug gerettet. Zudem ebnete Deutschland am 1. August 2001 mit der Anerkennung der eingetragenen Lebenspartnerschaft den Weg für die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Und zum letzten Mal schrieb Anne Frank am 1. August 1944 in ihr Tagebuch . . .

Mich berührt der 1. August jeweils ganz besonders. Weshalb? Allein die Tatsache, dass ich meine Heimat, die Schweiz, feiern kann, reicht. Denn ich bin dankbar für die Freiheit, die ich hier geniesse und welche es mir ermöglicht, frei zu denken und meine Meinung frei zu äussern. Ich bin dankbar für die Sicherheit, die es mir erlaubt, mich angstfrei zu bewegen. Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die mir dieses Land bietet. Ich konnte mich immer weiterentwickeln und darf heute die Verantwortung für das «Tagblatt der Stadt Zürich» tragen. Und ich bin dankbar für die Geborgenheit, die ich in der Schweiz empfinde. Jedes Land hat seine guten Eigenschaften, seine Bräuche und kulturellen Hintergründe – seine ganz eigene DNA. Ja, auch ich reise gern, und ich liebe es, andere Länder und Sitten kennen zu lernen. Aber die Schweiz bleibt für mich einzigartig. Die persönliche Freiheit wird in der Schweiz hochgehalten. Wir alle können selber entscheiden und die Politik unseres Landes mitbestimmen. Blicken wir auf andere Länder, so ist der Kampf um auch nur ein bisschen mehr Freiheit und Mitbestimmung vielerorts an der Tagesordnung. Ich bin stolz und dankbar, dass ich in der Schweiz leben darf.

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Leserkommentare

Werner Maag - Fast alles gefällt mir an diesem Text, vor allem der zweite Abschnitt.

Vor 1 Jahr 9 Monaten  · 
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