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Interview

Zucker: «Das Autogramm von Schawinski könnte ich langsam entsorgen.»

«Neopolitiker Roger Köppel möchte ich gern mal die Meinung sagen.»

Von: Andy Fischer

08. September 2015

Indiskretes Interview: Mit Sharon Zucker, Moderationschefin Radio 1. Hier lesen Sie, wie wichtig für sie ein Waschbrettbauch ist und warum sie Bundesrätin werden möchte.

Wo ist Zürich am schönsten, wo am hässlichsten?
Am schönsten auf irgendeinem aufblasbaren Gefährt auf der Limmat, am hässlichsten in irgendeiner Unterführungstramstation der Linie 7.

GC oder FCZ?
FCZ! Im Chindsgi hat mir mein damaliger bester Freund (wir waren kein Päärli!) alles über den FCZ beigebracht. Mich interessierte jedoch vor allem, ob die Fussballer Freundinnen hatten und auch mal heiraten und Kinder haben würden.
 
Wo werden Sie am liebsten berührt, wo am wenigsten gern?
Am liebsten am Nacken, aber nur von meinem Liebsten. Ich mag es nicht, wenn man mir die Nase zuhält. Passiert mir andauernd.

Wie gelingt für Sie ein Date hundertprozentig? Was wäre ein No-Go?
Wenn ein Mann für mich kocht! Und gut riecht! Ein No-Go ist, wenn im Restaurant nach einem romantischen Dinner jeder sein Essen zahlt. Entweder ich zahle alles oder er. Alles andere turnt mich ab.

Glauben Sie an Gott? Gibt es den Teufel?
Meine Religionslehrerin sagte uns Kindern, dass man sich kein Bild von Gott machen solle, ihn also auch nicht zeichnen dürfe. Da hatte ich plötzlich ein Problem: Mein Gott sah aus wie Globi. Ich entschied mich, dass es Gott nicht WIRKLICH gab. Und zeichnete Globi weiterhin.

Wem möchten Sie unbedingt begegnen und weshalb?

Bryan Adams möchte ich gern kennen lernen. Ich mag seine Songs, seine Fotos, sein Engagement für verschiedene Stiftungen, nicht nur für seine eigene, sondern auch für die Hear the World Foundation in der Schweiz, für die er jedes Jahr prominente Persönlichkeiten fotografiert.
Was besitzen Sie seit Ihrer Kindheit, was möchten Sie endlich loswerden?
Ich habe ein Autogramm von Roger Schawinski. Das könnte ich jetzt wahrscheinlich langsam entsorgen.

Was ist Ihr grösster Traum, was Ihr schlimmster Albtraum?

Ich sah einmal ein Bild von Bundesrätin Doris Leuthard. Sie sass mit einem Pandabären in einem Käfig in Chengdu, China. Seither möchte ich Bundesrätin werden. Mein schlimmster Albtraum: nach China zu reisen und im Flugzeug neben Christoph Mörgeli zu sitzen.

Welchen Politiker mögen Sie am besten, und welchem würden Sie gern mal Ihre Meinung sagen?

Es gibt mehrere Frauen in der Politik, die ich aus verschiedenen Gründen mag. Katharina Prelicz-Huber zum Beispiel gefällt mir, weil sie eine Kämpfernatur ist, sich nicht unterkriegen lässt und sich gleichzeitig auch für die Gleichstellung von Frau und Mann im Beruf einsetzt. Als Person gefällt mir Jacqueline Badran, weil sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Und Neopolitiker Roger Köppel möchte ich gern einmal die Meinung sagen.

Worauf schauen Sie bei einem Mann als Erstes, und was ist ­Ihnen völlig egal.

Zuerst auf die Augen, dann auf die Hände, den Mund und dann auf die Socken. Völlig egal ist mir der (nicht) vorhandene Waschbrettbauch.

Was bringt Sie zum Lachen, was zum Weinen?

Alles von Monty Python bringt mich zum Lachen. Zum Weinen hat mich der dreijährige syrische Flüchtlingsjunge gebracht, den man in der Türkei tot am Strand gefunden hat. Die ganze Flüchtlingsthematik geht mir extrem nahe, und ich fühle mich sehr ohnmächtig, weil ich nicht sehe, wie ich helfen kann.

Wie sind Sie betrunken? Und wie sind Sie nüchtern?

Betrunken bin ich zu betrunken, um zu wissen, wie ich als Betrunkene bin. Nüchtern bin ich eher nüchtern.

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Leserkommentare

F. und M. Meier - Merkwürdige und undankbare Ansicht von Frau Zucker. Die neuen, hellen Tramstationen sind sogar sehr schön - wie man auch immer wieder hört: Weisse Blechpaneele an den Wänden und Decken der Stationen, ein neues Beleuchtungskonzept für die Sicherheit, dreieckige
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Vor 4 Jahren 2 Monaten  · 
Noch nicht bewertet.

Gordon Shumway - Dann zieh doch dort ein. In den wunderschönen Bahntunnel.

Vor 3 Jahren 7 Monaten  · 
Noch nicht bewertet.