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Warum?

Irène und Fabian Mürner mit den Töchtern Aina (links) und Lynn.

Auswanderer: Heute mit Familie Mürner, Kenia

Von: Ginger Hebel

01. Juni 2015

Die Wildnis ruft jeden Tag. Seit letztem August lebt die Familie Mürner aus Zürich-Enge in Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Die Mürners, das sind Irène und Fabian sowie die Töchter Lynn (9) und Aina (7). In einem Gebiet, wo hauptsächlich Expats leben, bewohnen sie ein grosses Haus im Kolonial-Stil mit üppigem Garten. Sie beschäftigen eine kenianische Hausangestellte und einen Gärtner, „die Einheimischen sind auf diese Jobs angewiesen“, sagt Irène Mürner. Es sei eine Umgewöhnung gewesen, denn in Zürich kümmerte sie sich selber um den Haushalt. Hier fühlt sie sich wie eine African Queen.

In den Bäumen im Garten tummeln sich Buschbabys, kleine Äffchen, und schwarz-weisse Colobus-Affen. „Kürzlich stand ich in der Küche einem Affen gegenüber, er wurde wohl vom Essensgeruch angelockt, das war ein Riesenschreck“, erzählt die 43-Jährige. Die Krimi-Autorin hat ihren Tatort von Zürich nach Nairobi verlegt und schreibt einen Blog über ihren afrikanischen Alltag (www.kenia-in-300-tagen.blogspot.ch). Ihr Mann arbeitet in der Schweizer Botschaft und die Mädchen besuchen die Deutsche Schule. Morgens um sieben holt sie der Schulbus zu Hause ab. Weil es in Kenia das System der Tagesschule gibt, kommen sie erst nachmittags zurück. "Das Schulgebäude erinnert an ein Ferienlager mit bungalowähnlichen Gebäuden und Spielplätzen, unseren Kindern gefällt es." Sie dürfen Freifächer belegen, Instrumente spielen, Kenyan Dance lernen, alles wird von der Schule organisiert.

Um 19 Uhr wird’s dunkel, dann macht es sich die Familie im Haus gemütlich. „Nachts gehen wir eher selten raus und fahren auch nicht Auto, weil es zu gefährlich ist.“ Ihr Haus wird von Guards bewacht. In Nairobi gibt es viel Kriminalität, Einbrüche, Überfälle. „Es ist eine gefährliche Stadt, die Kluft zwischen Arm und Reich ist gross, aber da, wo wir leben, fühlen wir uns sicher.“ Es gefällt ihnen gut im Safariland Nummer 1. Die Gnu-Wanderung in der Massai Mara wird ihnen für immer in Erinnerung bleiben. An den Wochenenden unternehmen sie gerne Ausflüge in die Nationalparks. „Der Meru-Park ist noch relativ unentdeckt und genauso, wie mir Afrika gefällt, mit Vulkanhügeln, Steppe, Giraffen, Nashörnern und Löwen.“ Die Ferien verbringen sie auch gerne am Diani Beach am Indischen Ozean. „Obwohl Kenia immer wieder in Negativschlagzeilen gerät aufgrund von Terroranschlägen, ist es ein wunderschönes Land, man kann hier tolle Ferien verbringen“, sagt Irène.

Eigentlich wollten sie nur ein Jahr in Kenia bleiben, jetzt haben sie aber bis im Sommer 2017 verlängert. „Wir haben noch nicht genug von Afrika.“ Es gibt noch viele Naturparadiese zu entdecken, wie zum Beispiel den Nakurusee, bekannt für seine rosaroten Flamingo-Schwärme. „Wir leben hier fast mitten in der Wildnis, das ist grandios.“

 

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