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Warum?

Bild: PD

Was macht eigentlich...?

Von: Sacha Beuth

22. Oktober 2013

Ellen Tkatch Girod, Ex-Miss-Zürich

2005 sorgte Ellen Tkatch gleich zweimal für Schlagzeilen. Zuerst durfte sich die gebürtige Ukrainerin über den Titel der Miss Zürich freuen, drei Tage darauf kritisierte Robert Ismajlovic öffentlich ihre Figur. Trotz Massen von 91-66-89 und einem Body-Mass-Index von 18 – also unterhalb des Normalgewichts – müsse Tkatch «ihren Körperfettanteil reduzieren», befand der Ex-Mister-Schweiz, was ein grosses Echo in den Boulevardmedien auslöste. Tkatch selbst nahm den Rummel relativ gelassen. «Ich bin mit meinem Bäuchlein zufrieden», liess die heute 29-Jährige keck verlauten. Ob die Geschichte ihr bei der Miss-Schweiz-Wahl im gleichen Jahr schadete, darüber will sie nicht spekulieren.

Geprägt habe sie diese Zeit aber trotzdem – nicht zuletzt wegen der Schlagzeilen. «Ich hatte damals das Ziel, Journalistin zu werden, bin aber wegen einiger schlechter Erfahrungen wieder davon abgekommen.» Die kaufmännische Angestellte absolvierte in der Folge die BMS und begann dann ein BWL-Studium, das sie diesen Sommer abschloss. Seit bald vier Jahren ist sie für Switzerland Global Enterprise tätig und unterstützt als Projektmanagerin in den Bereichen digitale Kommunikation und Social Media die Schweizer KMUs bei der Internationalisierung. «Eine spannende Aufgabe. Wir sind die Schnittstelle von Wirtschaft und Politik.» Nun liebäugelt Tkatch wieder mit einer Aufgabe im Medienbereich und hat zu diesem Zweck im September ein Studium in Politik, Religion und Wirtschaft begonnen.

Auch privat läuft es ihr. Seit August 2012 ist sie mit Nationalrat Bas­tien Girod verheiratet. Die Beziehung hatte drei Jahre zuvor nach einer Wohnungsbesichtigung begonnen und sorgte nicht zuletzt wegen der ungewöhnlichen Konstellation – Grünenpolitiker und Wirtschaftsmanagerin – für Aufmerksamkeit. «Entgegen dem Klischee ist unsere Lebenseinstellung aber gar nicht so unterschiedlich. Ich bin mehr Öko, als ich dachte», erzählt Tkatch. So betreibt sie in ihrer spärlichen Freizeit nicht nur Yoga und liest massenweise Bücher, sondern unterstützt ihren Mann auch aus Überzeugung bei Unterschriftensammlungen. «Ausserdem redigiere ich seine Texte. Und das ist bei einem Legastheniker wie Bastien nicht immer einfach.

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